Aktuelle Meldungen
Österreichische Akademie der Wissenschaften beruft Thomas Saretzki
30. Oktober 2008 Die Österreichische Akademie der Wissenschaften hat Univ.-Prof. Dr. Thomas Saretzki vom Zentrum für Demokratieforschung der Leuphana Universität Lüneburg für sechs Jahre in den neu geschaffenen wissenschaftlichen Beirat ihres Instituts für Technikfolgenabschätzung (ITA) berufen.
Das ITA ist ein interdisziplinäres Forschungsinstitut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Es untersucht Schnittstellen von Technik und Gesellschaft im Hinblick auf Entwicklungstendenzen, gesellschaftliche Auswirkungen und Optionen für die Gestaltung des technischen Wandels. Ziel der anwendungs- und grundlagenorientierten Technikfolgenabschätzung am ITA ist, entscheidungsrelevantes Orientierungswissen für Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit zu erzeugen sowie beabsichtigte und nicht intendierte Folgen von Entwicklungsoptionen aufzuzeigen.
Die Grundlagen- und Auftragsforschung des ITA konzentriert sich gegenwärtig auf Themen wie Informationsgesellschaft, Technikkontroversen und neue Formen von Technology Governance, Technik und Nachhaltigkeit und Grundlagen der Technikfolgenabschätzung. Cyberwissenschaft, Sicherheitstechnologien und Synthetische Biologie stehen ebenso auf dem Forschungsprogramm wie Probleme des Global Warming oder die Gesundheits- und Umweltrisiken der Nanotechnologie. Die Einbeziehung unterschiedlicher Wissensbestände, Werte und Interessen mittels partizipativer Verfahren ist dabei ein wesentlicher Bestandteil der TA-Methodik.
Das ITA wurde 1994 gegründet, hat seinen Sitz in Wien und beschäftigt mehr als ein Dutzend wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seit 2008 gelten in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) neue Regeln für die Organisation ihrer Forschungseinrichtungen. Diese sehen die Schaffung eines international besetzten „Scientific Advisory Board (SAB)“ als Beratungs- und Kontrollorgan für jedes Institut der ÖAW vor. Der neu geschaffene SAB für das ITA, in den Thomas Saretzki berufen wurde, trifft sich am 5. und 6. November erstmals zu seiner konstituierenden Sitzung in Wien.
Fragen nach dem Verhältnis von Technik, Umwelt und Demokratie bilden seit langem einen Schwerpunkt der Arbeit von Thomas Saretzki. Viele Jahre hat er den Arbeitskreis „Politik und Technik“ der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft als Sprecher koordiniert. Im Sommersemester 2008 wurde er auf eine Gastprofessur „Mensch und Technik“ an der RWTH Aachen University berufen. Seit Beginn des laufenden Wintersemesters ist er wieder als Professor für „Politische Theorie und Politikfeldanalyse“ am Zentrum für Demokratieforschung tätig.
Mehr zum Institut für Technikfolgenabschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften finden Sie hier:
www.oeaw.ac.at/ita
Mehr zum Zentrum für Demokratieforschung finden Sie hier:
www.leuphana.de/zdemo




