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NORD/LB und Leuphana gründen Zentrum für Risikoforschung

25. November 2009 HANNOVER/LÜNEBURG. Die NORD/LB Norddeutsche Landesbank und die Leuphana Universität Lüneburg wollen ihre Anstrengungen bei der Erforschung von Finanzmarktrisiken verstärken und darüber hinaus Lehren aus der Wirtschaftskrise ziehen. Dabei geht es vor allem um den Zusammenhang zwischen ökonomischen, sozialen, natürlichen und technischen Risiken. Beide Seiten vereinbarten eine weitgehende Zusammenarbeit. Sie beinhaltet zum einen eine Stiftungsprofessur für integratives Risiko-Management, zum anderen ein Stipendienprogramm für Studierende. Dr. Johannes-Jörg Riegler, Vorstandsmitglied der NORD/LB, sieht in der Kooperation „eine Vorreiterrolle für Deutschland auf einem Gebiet mit hoher gesellschaftlicher und ökonomischer Bedeutung“. Die Leuphana Universität will damit ihr Profil stärken. Sascha Spoun, der Präsident der Leuphana, wertete die Stiftungsprofessur als einen weiteren erfolgreichen Schritt der Hochschule, in den Themenbereichen Entrepreneurship und Nachhaltigkeit eine führende Rolle zu übernehmen.

Die auf fünf Jahre angelegte Stiftungsprofessur an der Leuphana wird sich mit der systematischen Erfassung und Bewertung von Risiken beschäftigen und Ansätze für ein Management solcher Risiken entwickeln. Dabei nimmt die Professur das Thema Risiko als komplexen und nicht alleine durch Marktlösungen zu bearbeitenden Forschungsgegenstand wahr. Neben Finanzmarktrisiken werden deshalb gesellschaftliche und umweltpolitische Risiken in ganzheitlichen Sichtweisen betrachtet und untersucht. Die Stiftungsprofessur der NORD/LB wird im Dezember ausgeschrieben, die Besetzung ist für Mitte 2010 geplant. Mittel- und langfristiges Ziel der Kooperation ist es, Lüneburg als anerkanntes Zentrum für integratives Risikomanagement zu etablieren.

 

Das gleichzeitig anlaufende neue Stipendienprogramm richtet sich an Studierende des Leuphana Colleges. Das Programm bietet wertvolle Zusatzqualifikationen und zielt ab auf die Vermittlung speziellen Fachwissens, die Schulung persönlicher Kompetenzen sowie die Entwicklung eines nachhaltigen Verständnisses für ökonomische Prozesse. Vorgesehen ist die Förderung von sechs bis neun Studierenden pro Jahr. Sie erhalten ein monatliches Büchergeld, zwei vergütete Praxisphasen in der NORD/LB sowie ein ideelles Mentoren- und Coachingprogramm. „Im Stipendienprogramm verbinden wir die Vorteile eines akademischen Hochschulstudiums mit berufsbezogenen Elementen der Aus- und Weiterbildung“, erklärt Riegler. „In der NORD/LB erhalten die Studierenden Einblicke in die verschiedenen Geschäftsbereiche einer der größten Banken Deutschlands. Diese Praxiserfahrung kann ein Katalysator für ihre spätere Karriere - im besten Fall bei der NORD/LB - sein.“

Weitere Informationen zum Nord/LB Stipendienprogramm finden Sie hier

 

13.01.2012, zuehlsdorff