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Mittelstandsforscher untersuchen Arbeitsmarkt in der Wirtschaftskrise

20. Januar 2010 Rund 25 Prozent der Fach- und Führungskräfte beurteilen die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes derzeit als sehr unsicher oder gehen sogar davon aus, dass sie ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zum Arbeitsmarkt in der Wirtschaftskrise des Instituts für Mittelstandsforschung der Leuphana Universität Lüneburg und der Personalberatung Hanseatisches Personalkontor.

Zwar wird die gesamtwirtschaftliche Lage besser beurteilt als bei der ersten Befragung im April 2009, mit Fortdauer der Wirtschaftskrise verschlechtert sich jedoch das Arbeitsklima – so die Auskunft von ca. einem Drittel der Befragten. Auch die Interessen der Arbeitsnehmer werden von den Führungskräften zunehmend weniger beachtet.

Und das hat Folgen: In Unternehmen, in denen die Interessen der Belegschaft wenig berücksichtigt werden, geben über 50 Prozent der Befragten an, sie hätten bereits innerlich gekündigt. Professor Albert Martin von der Leuphana Universität Lüneburg sagt dazu: „Die Qualität der Arbeitsbeziehungen scheint im Laufe des letzten Jahres gesunken zu sein – die Arbeitnehmer reagieren darauf mit großer Verunsicherung“.

An der Befragung nahmen über 1.900 Personen teil, 86 Prozent davon mit Abitur. Die Teilnehmer kamen aus Unternehmen aller Größenordnungen; dabei waren etwa 45 Prozent bei Unternehmen bis 200 Mitarbeitern, ca. 30 Prozent bei Firmen mit 200 bis 2.000 Mitarbeitern und etwa 25 Prozent der Antwortenden bei Firmen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern beschäftigt.

 

Die Studie steht allen Interessenten kostenlos auf der Internetseite des Hanseatischen Personalkontors (www.hapeko.de) zur Verfügung.

12.03.2010, zuehlsdorff