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Großes Interesse an Auswahlverfahren der Leuphana
13. August 2010 Lüneburg. Die Leuphana Universität Lüneburg wendet ein neuartiges Auswahlverfahren für die Vergabe von Studienplätzen für das Bachelor-Studium an. In über 80% der Studienfächer können die Studienbewerber durch außerschulisches Engagement, gutes Abschneiden bei einem Studierfähigkeitstest oder in Auswahlgesprächen ihren Rangplatz im Bewerbungsverfahren verbessern. 2.000 Studienbewerberinnen und Studienbewerber haben in den vergangenen Tagen diese Möglichkeit genutzt. Mit ihrem Angebot nimmt die Leuphana unter den öffentlichen Universitäten in Deutschland eine Vorreiterrolle bei der Gestaltung des Zulassungsverfahrens ein.
Das Auswahlverfahren wurde zeitgleich mit dem neuen Studienmodell der Leuphana im Jahr 2007 eingeführt. Es ist auf die Anforderungen des interdisziplinären Bachelorstudiums am Leuphana College zugeschnitten. In einem etwa vierstündigen Studierfähigkeitstest werden beispielsweise die Fähigkeit zum Lösen von Problemen, analytisches und vernetztes Denken ebenso getestet, wie präziser Umgang mit Sprache oder die Fähigkeit, Inhalte zu strukturieren. Das Testverfahren, entwickelt vom renommierten Institut für Test- und Begabungsforschung (ITB Consulting GmbH), ist im Hinblick auf wissenschaftliche Qualitätsstandards vergleichbar mit weltweit eingesetzten Studierfähigkeitstests wie dem US-amerikanischen Scholastic Aptitude Test. Strukturierte Auswahlgespräche in einzelnen Studienfächern sind ein weiterer Bestandteil des Verfahrens.
„Die Möglichkeit, über die Durchschnittsnote des Abiturs hinaus weitere Qualifikationen in das Zulassungsverfahren einfließen zu lassen, wird von den Bewerbern sehr geschätzt“, sagte Diplom-Psychologin Hanna Reuther. Sie organisiert das Auswahlverfahren. „Die große Zahl der Teilnehmer und die Auswertung von Feedbackbögen zeigen uns, dass wir mit dem Modell auf dem richtigen Weg sind.“
Mit ihrem Auswahlverfahren verfolgt die Universität vor allem das Ziel, besonders engagierte Studierende zu gewinnen. Gleichzeitig will sie so Bewerber mit ganz unterschiedlicher sozialer Herkunft ansprechen und von Beginn an eine Bindung zwischen Studierenden und Hochschule herstellen.



