Aktuelle Meldungen
Studierende erfolgreich bei Wettbewerb zu Weltraumrecht
31. Mai 2011 Lüneburg/St. Petersburg. Studierende der Leuphana Universität Lüneburg haben beim diesjährigen Wettbewerb „Manfred Lachs Space Law Moot Court“ an der Universität St. Petersburg den dritten Platz erreicht. Ihre Aufgabe bestand darin, in einer simulierten Gerichtsverhandlung zu einem fiktiven Fall aktuelle Probleme des Weltraumrechts zu bearbeiten. Thema in diesem Jahr: „Umweltverschmutzung und deren schädliche Einflüsse auf Weltraum-Aktivitäten“. Angereist zu dieser europäischen Ausscheidung des weltweiten Wettbewerbs waren acht Teams aus sechs Nationen.
An der Leuphana Universität Lüneburg haben Studierende im Rahmen des Komplementärstudiums seit einigen Jahren die Möglichkeit, sich in einem Seminar auf die fiktive Gerichtsverhandlung vorzubereiten. Die Expertin für europäisches und internationales Wirtschaftsrecht, Prof. Dr. Lesley Jane Smith, bietet es regelmäßig an. Die Studierenden setzen sich für den Wettbewerb mit einem aktuellen Fall aus dem kommerziellen Weltraumrecht auseinander. Dabei wird auch ihre Fähigkeit zur schriftlichen und mündlichen Argumentation gefördert – in einer Fremdsprache, denn der gesamte Wettbewerb findet in englischer Sprache statt. Das Leuphana-Team bestand in diesem Jahr aus den Studierenden Stephan Schöning und Katharina Voss. Sie waren zusammen mit ihrem Moot Coach, der Lehrbeauftragten Angeline Asangire Oprong, nach St Petersburg gereist.
Professorin Smith betont die Chancen, die eine Teilnahme an dem internationalen Wettbewerb bietet: „Studierende können außergewöhnliche Persönlichkeiten aus Weltraumforschung und Weltraumrecht kennenlernen. Die Space Community ist eine recht kleine und überaus aufgeschlossene Gemeinschaft, die ständig auf der Suche nach qualifiziertem und engagiertem Personal ist.“ Angesichts einer wachsenden Abhängigkeit des modernen Menschen von satellitengesteuerter Logistik und Informationsübertragung biete gerade dieser Bereich vielfältige und interessante Berufsmöglichkeiten.
Hintergrund:
Der Manfred Lachs Moot Court wurde 1992 ins Leben gerufen. Er wird jährlich vom I.I.S.L. (International Institute of Space Law) ausgerichtet. Benannt ist der Wettbewerb nach dem 1993 verstorbenen polnischen Diplomaten, Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer Manfred Lachs. Von 1967 bis zu seinem Tode war er Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag. 1972 hatte er das kürzlich wieder neu aufgelegte Werk ‚The Law of Outer Space’ verfasst.



