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Sind auslandskontrollierte Unternehmen besser?

23. Mai 2012 Lüneburg. Für eine Untersuchung über „Auslandskontrollierte Industrie- und Dienstleistungsunternehmen in Niedersachsen“ bekommt Prof. Dr. Joachim Wagner vom Institut für Volkswirtschaftslehre der Leuphana Universität Lüneburg gut 80.000 Euro aus dem Forschungsprogramm PRO*Niedersachsen. Das hat das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur jetzt mitgeteilt.

Als auslandskontrolliert werden Unternehmen bezeichnet, die sich mehrheitlich im Besitz von Gesellschaften oder Privatpersonen im Ausland befinden. Erste Untersuchungen solcher Firmen zeigen, dass sie im Vergleich zu ihren inlandskontrollierten Wettbewerbern zumeist größer und produktiver sind. Sie zahlen bessere Löhne und Gehälter, sind im Export erfolgreicher und investieren branchenabhängig weit mehr in Forschung und Entwicklung. Damit sind sie in vielerlei Hinsicht besser als die inlandskontrollierte Konkurrenz. Professor Wagner untersucht nun die Frage, ob das auch für die Unternehmen in Niedersachsen gilt und wie sich mögliche Unterschiede zu anderen Bundesländern erklären lassen. Empirischen Untersuchungen zu diesem Thema gibt es bisher nicht. Diese Forschungslücke soll jetzt geschlossen werden. „Die Ergebnisse werden auch für wirtschaftspolitische Strategien im Hinblick auf Fördermaßnahmen für die Ansiedlung auslandskontrollierter Unternehmen in Niedersachsen relevant sein“, ist Professor Wagner überzeugt.

Mit dem Forschungsprogramm PRO*Niedersachsen unterstützt die Landesregierung gezielt Vorhaben, die sich fach- und institutionenübergreifend mit niedersächsischen Themen befassen. „Niedersachsen hat hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Die Qualität der geförderten Projekte spiegelt den Ideenreichtum und die Forschungsleistung des Landes wider“, betonte Wissenschaftsministerin Professor Dr. Johanna Wanka bei der Bekanntgabe der insgesamt 16 neu geförderten Vorhaben.

17.01.2013, zuehlsdorff