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Zentralgebäude: Rohbauvertrag geschlossen

03. Juli 2012 Lüneburg. Den größten Einzelauftrag für die Errichtung ihres neuen Zentralgebäudes hat die Leuphana Universität Lüneburg jetzt unterschrieben. Vertragspartner ist eine niedersächsische Bietergemeinschaft. Sie hatte die europaweite Ausschreibung für die Rohbauarbeiten im Wert von mehr als 15 Mio. Euro gewonnen. Die Arbeiten werden am 12. Juli beginnen und bis zum Herbst 2013 abgeschlossen sein.

Die Bietergemeinschaft besteht aus den Firmen Kümper+Schwarze Baubetriebe aus Wolfenbüttel und Pätzold Bauunternehmen aus Goslar. Sie werden nun den hochkomplexen Baukörper mit teilweise stark geneigten Wänden und Dächern nach einem Entwurf des renommierten Architekten Daniel Libeskind für die Universität errichten. Um ein zentrales, siebengeschossiges Hochhaus herum entstehen drei weitere markante Gebäudeteile. Für die Herstellung des Rohbaus werden 14.000 Kubikmeter Beton verarbeitet. 440 Tonnen Stahl werden allein für die Stahlkonstruktionen benötigt. Einzelne Stahlfachwerkträger werden bis zu 33 Meter lang sein.  Um die schrägen Außenwände zu realisieren, kommen rund 11.000 Quadratmeter Traggerüste zum Einsatz. Zwei bis drei rund 45 Meter hohe Kräne markieren künftig weithin sichtbar die Baustelle.

Die Rohbauarbeiten beginnen mit der Herstellung des durchschnittlich 60 Zentimeter dicken Fundaments in der rund 5.500 Quadratmeter großen, bis zu sieben Meter tiefen Baugrube. Die war in den vergangenen Wochen bereits fertiggestellt worden. 40.000 Kubikmeter Erde wurden dafür abtransportiert. Schon im Herbst dieses Jahres soll der Rohbau des Untergeschosses stehen.

Holm Keller, hauptberuflicher Vizepräsident der Leuphana, zeigt sich zufrieden: „Mit dem Zeitpunkt der Auftragsvergabe liegen wir weiter voll in unserem Terminplan.“ Dass sich eine niedersächsische Bietergemeinschaft mit ihrem Angebot habe durchsetzen können, freue ihn besonders, sagte Keller am Dienstag.

Das neue Zentralgebäude der Leuphana hat eine Gesamtnutzfläche von rund 13.000 Quadratmetern. Auf einer Grundfläche von 4.700 Quadratmetern entstehen 110.000 Kubikmeter umbauter Raum. Die Forschung nimmt gut die Hälfte des zur Verfügung stehenden Platzes ein. 2.800 Quadratmeter Fläche sind für das Studierendenzentrum mit einem Seminartrakt und einem Auditorium Maximum vorgesehen. Die Gesamtkosten für den Bau betragen 57,7 Millionen Euro. Er wird gemeinsam finanziert von Europäischer Union, Bundeswirtschaftsministerium, Land Niedersachsen, Hansestadt und Landkreis Lüneburg, katholischer und evangelischer Kirche, Jüdischen Gemeinden, Klosterkammer Hannover und Stiftung Universität Lüneburg.

Die bauliche Weiterentwicklung ist Folge einer inhaltlichen Neuausrichtung der Universität. Sie zielt auf die Zusammenführung aller Universitätsstandorte auf einem zentralen Campus. Mittelpunkt ist das neue Zentralgebäude. Daniel Libeskind ist seit 2007 nebenberuflicher Professor an der Leuphana. Für seine Arbeit hat Libeskind in zahlreichen Lehrveranstaltungen den Austausch mit den Lüneburger Studierenden gesucht. Wünsche und Vorstellungen der wichtigsten Nutzergruppe gingen somit unmittelbar in die Planung ein.

Weitere Informationen:

www.leuphana.de/campus.html

 

17.01.2013, zuehlsdorff