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Campusentwicklung: Vamos!-Kulturhalle wird Teil der Libeskind-Baugruppe
27. November 2009
Die Zukunft der Vamos!-Kulturhalle auf dem Gelände der Leuphana Universität Lüneburg ist gesichert. Hansestadt Lüneburg, Universitätsleitung sowie Betreiber Campus Management GmbH einigten sich auf ein gemeinsames Modell, das den Ausbau und eigenständigen Fortbestand der traditionsreichen Veranstaltungshalle neben dem geplanten Zentralgebäude langfristig garantiert. Der Durchbruch war gelungen, nachdem sich die Parteien auf ein tragfähiges Konzept verständigt hatten und der Architekt des neuen Zentralgebäudes und Leuphana-Professor Daniel Libeskind sich bereiterklärte, auch die Neugestaltung des Vamos! zu übernehmen.
Die Vereinbarung bietet dem Vamos! nun eine generationsübergreifende Perspektive. Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge kommentierte den Abschluss der „äußerst konstruktiven“ Gespräche über den Erhalt der Halle erleichtert mit den Worten: „Damit ist ein wichtiges Standbein der Lüneburger Kulturszene gesichert.“ Vorbehaltlich der Zustimmung der verantwortlichen Gremien, darunter des Stiftungsrats der Universität sowie der Gesellschafterversammlung und des Beirates der Campus GmbH, soll das neue Konzept so schnell wie möglich realisiert werden.
Kern des neuen Modells ist die Integration des Vamos! in die Libeskind-Baugruppe. Sie umfasst bisher neben dem Zentralgebäude ein Studentenwohnheim, ein Gästehaus sowie ein Parkhaus. Die Planungen sind noch nicht abgeschlossen. „Die Einbeziehung des Vamos! in die Libeskind-Baugruppe ist der konsequente Schritt zu einer neuen Geschlossenheit der künftigen Universitäts-Architektur“, sagte Universitäts-Vizepräsident Holm Keller und betonte gleichzeitig, dass Mittel der Universität in das Projekt nicht einfließen werden.
Die Idee, das Vamos! nach Plänen von Daniel Libeskind umzubauen, unterstreicht für Klaus Hoppe, Geschäftsführer der Campus Management GmbH, die Bedeutung, die das Vamos! für Lüneburg erlangt hat: „Das Vamos! hat seine Fähigkeit zum Wandel stets unter Beweis gestellt und so für Kontinuität gesorgt, deshalb freue ich mich ganz besonders auf die Zusammenarbeit mit Daniel Libeskind. Wir haben mit ihm die einmalige Chance, unser bewährtes Konzept in einer spektakulären Architektur weiterzuführen. Mit dem vorgelagerten Umbau des Vamos! wird die Öffentlichkeit einen anschaulichen Vorgeschmack auf das Zentralgebäude bekommen. Eine Vision zum Anfassen.“ Besondere Chancen sieht das Vamos!-Team um Lina Christmann in einer neuartigen Raumkonzeption, die mit Daniel Libeskind diskutiert wird.
Auch Daniel Libeskind freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Campus-Team: “Die Arbeit an der Leuphana und mit ihren intelligenten, engagierten Studierenden macht mir großen Spaß. Ich bin ganz sicher, dass wir gemeinsam auch für das Vamos! ein zukunftsweisendes Gebäude erarbeiten werden.“
Uni-Vizepräsident Keller betonte die Eigenständigkeit der Vamos!-Halle neben dem künftigen Zentralgebäude. Eine Konkurrenzsituation schließt er aus, da beide Veranstaltungsorte ein unterschiedliches Profil entwickeln und verschiedene Zielgruppen ansprechen würden. „Im Gegenteil, wir erwarten umfangreiche Synergien, von denen gleichermaßen Studierende, Bürger sowie Gäste von Stadt und Universität profitieren werden“, sagte er.
Oberbürgermeister Mädge ergänzte: „Wenn hier ein zukunftsfähiges Forum für Wissenschaft und Kultur entsteht, tut das der ganzen Stadt und der Region gut. Die Stadt braucht das Vamos! - es wird dank dieser neuen Perspektive sicher noch attraktiver.“


