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Veröffentlichungen aus Forschung & WissenschaftVERÖFFENTLICHUNGEN AUS
FORSCHUNG & WISSENSCHAFT

Lesen, wenn anderes und andere wichtiger werden

23. Oktober 2008 Empirische Erkundungen zur Leseorientierung in der peer group bei Kindern aus fünften Klassen. - Mit diesem Thema widmet sich Maik Philipp, Absolvent des Studiengangs Angewandte Kulturwissenschaften, einem lange vernachlässigten Thema in der Leseforschung.

Lesen, wenn anderes und andere wichtiger werden

Wenn aus Kindern Jugendliche werden, transformiert sich auch ihr Leseverhalten. In dieser sensiblen Phase der Lesesozialisation wird der Einfluss der gleichaltrigen Freunde und Cliquen stärker.
Da es aber kaum empirische Befunde darüber gibt, wie sich dieser Einfluss gestaltet, hat Maik Philipp im Rahmen seiner Magisterarbeit eine Fragebogen-Studie mit rund 500 Fünftklässlern durchgeführt. Erfragt wurde beispielsweise das individuelle Lese-, Freizeit- und Medienverhalten der Kinder, vor allem aber die Zugehörigkeit zu Cliquen, deren Leseorientierung und die Anschlusskommunikation über Lektüre.

Die Ergebnisse dieser empirischen Studie stellt Maik Philipp nach einem theoretischen Teil zur Lesesozialisation in seinem Buch „Lesen, wenn anderes und andere wichtiger werden“ ausführlich dar.

Insgesamt kann der Autor mit seiner Studie belegen, dass die peer group eine relevante Sozialisationsinstanz im Geflecht der Einflüsse darstellt und dass Schule, Elternhaus und Bildungspolitik gut beraten wären, wenn sie die Chancen der Kommunikation unter Gleichaltrigen für die Ziele einer umfassenden und nachhaltigen Leseförderung viel stärker nutzen würden.



Philipp, Maik: Lesen, wenn anderes und andere wichtiger werden. Empirische Erkundungen zur Leseorientierung in der peer group bei Kindern aus fünften Klassen. LIT Verlag, Hamburg 2008.
152 Seiten, 19,90 Euro, ISBN 978-3-8258-0677-4.

17.01.2013, zühlsdorff