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Kolloquium: Geoengineering

19. Januar 2011 Als dritter Referent im Rahmen des Geographischen Kolloquiums des Instituts für Stadt- und Kulturraumforschung wird Prof. Dr. rer. nat. Markus Quante einen Vortrag mit dem Titel „Geoengineering – was steckt hinter den Ideen zur großskaligen Erdsystemmanipulation als Reaktion auf das sich wandelnde Klima?“ halten.

Dem fortschreitenden, globalen Klimawandel versucht die Staatengemeinschaft
mit einer Kombination aus der Vermeidung von Treibhausgasemissionen und verschiedenen
Anpassungsstrategien zu begegnen. In den letzten Jahren ist als weitere Option eine alte Idee wiederbelebt worden, die unter der Bezeichnung "Geoengineering" auch die Öffentlichkeit erreicht hat. Es handelt sich dabei um großskalig angelegte Erdsystemmanipulationen mit dem Ziel, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Geoengineering fasst ein ganzes Bündel an möglichen Maßnahmen, mit denen an unterschiedlichen Stellen in das Klimasystem eingegriffen werden würde. Die Bandbreite der auch in der Wissenschaft sehr umstrittenen Methoden reicht von der abstrusen Idee, die Erde auf eine sonnenfernere Umlaufbahn zu katapultieren über den Eintrag von reflektierenden Partikeln in die Stratosphäre bis hin zu diversen Verfahren, um das langlebige Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu entfernen.
Der Vortrag wird eine Auswahl der kursierenden Vorschläge zum Geoengineering sowie damit verbundene mögliche Nebeneffekte beleuchten und den Stand der damit einhergehenden Diskussion umreißen.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 19. Januar 2010, von 18.15 bis 20.00 Uhr, im Hörsaal 4, Campus Scharnhorststraße 1, statt.

Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

23.01.2012, zuehlsdorff