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VeröffentlichungenVERÖFFENTLICHUNGEN

Frauenzeitschriften aus der Sicht ihrer Leserinnen

12. Mai 2010 Die Zeitschrift „Brigitte“ - seit über 55 Jahren auf dem Markt und zudem das meist gelesene Blatt in diesem Genre – nimmt nach wie vor Einfluss auf Leserinnen verschiedener Altersgruppen in Deutschland. Mit einer Stichprobe aus 19 Rezipientinnen im Alter von 23 bis 69 Jahren hat Kathrin F. Müller qualitative Interviews geführt. Auf Grundlage der so gewonnen Daten ging sie der Frage nach, warum und auf welche Weise Frauen klassische Frauenzeitschriften nutzen. Die Befunde machen u.a. deutlich, dass die Leserinnen das Medium als „Kompendium weiblicher Alltagskultur“ verstehen und im Alltag als „symbolischen Feierabend“ nutzen.

Frauenzeitschriften aus der Sicht ihrer Leserinnen

Die Studie thematisiert als eine der ersten empirischen Analysen, wie Frauen in ihrem Medienhandeln ›Gender‹ herstellen. Eingebettet in die Theorien des (De-)Konstruktivismus und der Cultural Studies spürt sie Momente der Erhaltung und der Infragestellung des Systems der Zweigeschlechtlichkeit und damit von Macht auf. So gibt sie Erklärungen, wie über die Konstruktion von Geschlecht bei der Mediennutzung gesellschaftsverändernde und stabilisierende Effekte zum Tragen kommen.

 

Dr. Kathrin Friederike Müller, Jahrgang 1978, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Verbundprojekt „Spitzenfrauen im Fokus der Medien. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienkultur an der Leuphana Universität Lüneburg.

 

Müller, Kathrin F.: Frauenzeitschriften aus der Sicht ihrer Leserinnen: Die Rezeption der „Brigitte“ im Kontext von Biografie, Alltag und Doing Gender.

Transcript, Bielefeld, 2010. 460 Seiten, EUR 34,80, ISBN 978-3-8376-1286-8

 

16.11.2011, zühlsdorff