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Forschung & ProjekteFORSCHUNG & PROJEKTE

Dr. Haarmann

 

Haarmann forscht zum artistic research (künstlerische Forschung) sowie  
zur visuellen Kultur. Unter epistemologischen Geschichtspunkten wird  
die bildende Kunst mit dem Ziel analysiert, eine Methodologie der  
künstlerischen Forschung zu entfalten, die induktiv von konkreten  
künstlerischen Arbeitsweisen her entwickelt wird. Hintergrund dieser  
Untersuchung bildet die These, dass bei der Erforschung der visuellen  
Kultur die ikonischen Einsichten der bildenden Kunst für die  
Wissenschaft fruchtbar gemacht werden können. Haarmanns Kenntnisse und  
Erfahrungen als Philosophin, Künstlerin und Kuratorin werden  
programmatisch für das Forschungsprojekt gebündelt.

Ein anderer Forschungsbereich ist die poststrukturalistische  
Epistemologie. Auf der Grundlage der systematischen und historischen  
Wissenschaftskritik von J.F. Lyotard und M. Foucault wird an einer  
Theorie der Konstruktion ('fröhlicher Produktivismus') gearbeitet, um  
unter wissensethischen Gesichtspunkten einer Pluralisierung der  
vorherrschenden, naturwissenschaftlich geprägten Wissenstypen  
zuzuarbeiten. (s. Lebensgebilde: Die Entdeckung der medialen Natur,  
Passagen Verlag Wien, 2006; Welche Menschennatur? Kleine Geschichten  
zum fröhlichen Produktivismus, transcript Verlag Bielefeld, im Druck)

In der kuratorischen Praxis stellt Haarmann das Verhältnis von Theorie  
und Kunst zur Diskussion und organisiert Ausstellungsplattformen, bei  
denen künstlerische und theoretische Positionen als parallele  
kulturelle Reflexionspraktiken aufeinander treffen. Themen der  
Ausstellungsplattformen sind darüber hinaus Stadtentwicklung und  
urbane Räume. (s. Kultur/Natur: Kunst und Philosophie im Kontext der  
Stadtentwicklung, jovis Verlag Berlin, 2009; Shanghai (urban public)  
Space, jovis Verlag Berlin, 2009)

17.01.2013, krahn