Claus Otto Paeffgen
Verdrahtung, 1967/68, Textil, Metalldraht
Nicht mit dem Stift wie im Falle der Umrandungen, dem wohl bekanntesten Werkteil des Kölner Künstlers C.O. Paeffgen, sondern mit dem Draht zieht dieser bei den gleichzeitig begonnenen Umwicklungen die Umrisse vorgegebener Objekte nach.
Das Rohmaterial, das er hierzu mit dickem Draht zusammenfügt und umspinnt, besteht aus Fundobjekten des Alltags, häufig banale und schäbige Dinge, die unter der bastelnden Hand des 1933 geborenen Künstlers zu archäologischen Verbindungen werden. Viele dieser Werke sind mit der Zeit immer weiter gewachsen, wurden von Paeffgen sukzessive weiter bearbeitet, bis er sie als fertig deklarierte. Manche haben sein Atelier sogar niemals verlassen, anders als die im Rathaus ausgestellte Umwicklung von 1967/68. Mehrere Stoffbahnen in Erdtönen umschlingen sich unter dem Netz des Drahtes und ergeben wie von selbst eine einzigartige Farb- und Formverbindung, ohne dass Anfang und Ende oder Kern ersichtlich wären.



