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Joe JonesJOE JONES

A solo Italia, violin no. 1, 1974, Violine, Notenständer, Mechanik, Batterie

Das ausgestellte Werk in der Bürgermeisterkörkammer "A solo Italia, violon no.1" von 1974 ist von Joe Jones, einem der ersten aktiven Fluxus Künstler der 60er Jahre. Den 1934 geborenen Jazz- Musiker zeichnen vor allem seine selbst hergestellten Musikmaschinen als Künstler aus. Diese können durch ihre besondere Mechanik selbstständig Musik machen. So kann man Jones Arbeit in die Tradition seines Lehrers John Cage stellen. Eine Erweiterung der Grenzen der Kunst war durch die Verbindung von Kunst und Musik ermöglicht.

Auch die im Rathaus ausgestellte Geige bricht mit dem konventionellen Klang-Repertoire. Sie spricht ihre eigene Sprache unabhängig von dem Menschen, spielt keine liebliche Melodie und scheint endlos zeitunabhängig spielen zu können. So widerspricht sie unseren Hörgewohnheiten.

Im Raum der Bürgermeisterkörkammer wird ihre Wirkung noch verstärkt. Der geheimste Raum, durch drei Türen abschließbar, eignete sich besonders gut für geheime Verhandlungen und Gespräche. Der Fries an der Decke, mit der Darstellung phantastischer Tiere vermittelt ebenfalls eine geheimnisvolle Atmosphäre. So ist "A solo Italia, violin no. 1" nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern wird zu einem Erlebnis für den Besucher.

15.08.2011, krahn