John von Bergen
Untitled, 2004, Knochen, Holz, Naturharz, Farbe
Der 1971 geborene John von Bergen beschäftigt sich in seinen Werken häufig mit surrealen und mythischen Themen. Seine Arbeit beschränkt sich nicht nur auf die Skulptur, sondern beinhaltet auch Malerei und Installationen. Auch das im Rathaus ausgestellte Werk befindet sich thematisch in einem Schwebezustand zwischen Repräsentation der Realität und künstlerischer Abstraktion. Das Objekt, aus Knochen und Holz zusammengefügt, wirkt wie ein wissenschaftliches Experiment. Es fügt zusammen, was in der Natur nicht zusammenhängt und wirft Fragen nach der Beziehung zwischen Mensch und Natur auf. Die Fragilität des Objektes unterstützt das scheinbar Lebende zusätzlich.
Im Raum des Fürstensaals geht das Objekt eine Beziehung mit den Geweihleuchtern ein. Ursprünglich dienten diese zur Repräsentation der Macht der Fürsten. Im Zusammenhang damit hinterfragt das Werk von Bergens die Beanspruchung von Lebendigen und Natürlichen des Menschen für seine Zwecke. Aufgehängt als Möbelstück würde das Kunstobjekt sicher sehr viel mehr Provokation auslösen, als es die Geweihleuchter tun.



