Wulf Kirschner
Vom Quader zum Würfel, 1991, Stahl, 9 Teile
Das ausgestellte Objekt zeigt eine Arbeit aus der Werkgruppe der "Schweißspurobjekte". Die proportionale Grundordnung lässt sich bei dem 1947 geborenen Wulf Kirschner in der Regel auf die Zahlen- bzw. Maßordnung des Mathematikers Leonardo Fibonacci zurückführen. Wulf Kirschner versucht hier, mit Hilfe der Fibonacci-Zahlen menschliche, proportionale Maße für Flächen und geometrische Körper zu finden und sicherzustellen. "Er hat damit ein 'Weltgesetz' bzw. eine Selektion im Rahmen der Entschlüsselungsversuche von Ursprungsformeln für das, was unsere Welt im Innersten zusammenhält, entdeckt und in seine Werke hineingenommen" (Alexander Baier, Hamburg). Hier in diesem historischen Rahmen vom hohen Mittelalter, erste Hälfte des 13. Jahrhunderts bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, wurden neun besonders erwähnenswerte Neu- oder Anbauten geschaffen. Aus neun Elementen besteht auch die Arbeit des Künstlers Wulf Kirschner. Die Veränderung der Baukörper lässt eine Parallele zu.



