DTAGNO
Der Berliner Künstler DTagno bezieht sich bewusst auf das traditionelle Tagging. Das Hinterlassen von Schriftzügen und Namenskürzeln an diversen Wänden steht im Mittelpunkt seiner Arbeit. Seine Bilder lassen sich als eine künstlerische Erweiterung des Taggens verstehen. Während es beim ursprünglichen Taggen auch um den Inhalt des Geschriebenen geht, setzt sich DTagno mit der Schrift an sich auseinander. Es geht ihm um den Akt des Malens, um die Bewegung beim Schreiben und um das Ästhetische der Wörter. DTagno bewegt sich künstlerisch zwischen den Grenzen von Schrift und Bild.
Auch in Lüneburg spielt die inhaltliche Bedeutung des Geschriebenen an Gebäude 12 keine wichtige Rolle. Die Suche nach einer eindeutigen Interpretation muss scheitern. Es geht vor allem um die Wirkung des Materials im Zusammenhang mit der Schrift. Das verwendete Moos klebte DTagno auf vorher angemalte Taggs. Dabei handelte es sich nicht nur um eigene Taggs. Befreundete, auf der ARTotale arbeitende, Künstler verewigten sich ebenfalls an der Wand.
Interessant für ihn und auch für uns als Betrachter wird es sein, wie sich die Schrift im Laufe der Zeit ändert und welchen Einfluss das auf die Wirkung des Gesamtbildes hat.






