Tryone
* geboren in Berlin, Deutschland, wo er auch lebt und arbeitet
* Graffiti, Installation, Objekt, Live-Painting
Eine ungewöhnliche Arbeit bei der ARTotale wurde durch den Berliner Künstler Tryone auf die Rückseite des Hörsaals 5 installiert. Tryones künstlerische Wurzeln liegen bei der Taggingbewegung, deren Vertreter als Ausdruck ihrer kreativen Energie oft aggressives Vokabular nutzen. Wörter wie „Bombing“ und „Battle“ sind Teil einer eigenen Szenesprache.
Tryone nutzte in Lüneburg kein Vokabular, sondern eine Kanone, um schwarze Farbe an die Wand zu schleudern. Dieser gewaltvolle Prozess in Verbindung mit dem künstlerischen Prozess verweist auf die Ursprünge der Kunst im urbanen Raum. Tryone bombardierte die Wand mit schwarzer Farbe und in einem weiteren Schritt den Performance Künstler Akim mit weißer Farbe, wodurch die Umrisse Akims an der Wand bestehen blieben. Tryone will hier auch einen Bezug zu Goyas „Die Erschießung der Aufständigen“ herstellen.
Den gesamten Prozess der Arbeit Tryones während der ARTotale haben die Studenten in einem eindrucksvollen Video dokumentiert. Das Gewinnervideo beeindruckte, wie auch das Werk, vor allem durch seine Technik und die ästhetische Wirkung.






