Wim Delvoye
Neben den anwesenden Künstlern, die vor Ort arbeiteten, war ein anderer nur indirekt durch sein Werk „Tim“ vertreten. Wim Delvoye, ein belgischer Konzeptkünstler, erregt immer wieder großes Aufsehen und Diskussionen mit seinen Arbeiten.
In China züchtete Delvoye Schweine, die er mit Symbolen der Konsumwelt tätowierte. Eine von ihm entwickelte Maschine ahmt den menschlichen Verdauungstrakt nach. Oftmals können die entstandenen Werke käuflich erworben werden. Dadurch werden die Tabus unserer Gesellschaft gebrochen und hinterfragt.
Auch das Werk, das auf der ARTotale vorhanden war, provoziert. Das Werk „Tim“ wurde im Rathaus Lüneburg auf der Ausstellung „Alle Rechte vorbehalten“ gezeigt, aber auch sonst konnte man ihm zufällig begegnen. Denn dieses Werk ist der Rücken eines lebendigen Mensches, Tim Steiners. 2005 ließ sich Tim in einer langen Sitzung von Wim Delvoye tätowieren. Das entstandene Bild zeigt unter anderem eine Madonna mit einem Totenkopf.
Zu einem Teil des Kunstmarktes wurde das Werk auch durch den Kauf von Seiten des Sammlers und ARTotale Kurators Rik Reinking. „Die Haut mit der Tätowierung“ gehört rechtlich ihm und kann drei Mal im Jahr ausgestellt werden. Unsere Wertvorstellungen werden durch „Tim“ vorgeführt. Fragen über Konsum und Grenzen von Kunst entstehen. An der Auseinandersetzung mit solchen Themen kommt man durch die Anwesenheit Tims auf der ARTotale nicht vorbei.






