Aktuelle Meldungen

Inter- und transdisziplinäres Werkstattgespräch mit Lara Almarcegui and Henrik von Wehrden

Spaces and Resources

Montag, 03. November 2014, 9:00-18:00h

Workshop: 9:00-15:45 h; Raum wird bei Anmeldung bekannt gegeben

Werkstattgespräch: 16:00-18:00h; Campus Raum 4.004

(auf Englisch / in English)

Das Werkstattgespräch wird vom Leuphana Arts Program und dem Methodenzentrum in Zusammenarbeit mit dem KT "Art and Civic Media" des EU-Innovations-Inkubators veranstaltet.

Fragen und Anmeldung für den Workshop (9-16h) bitte an: henrik.von_wehrden@leuphana.de

Angesichts der zunehmenden Verdichtung städtischer Gebiete fordern Brach- und Freiflächen unsere Vorstellung von urbanen Räumen heraus. Während Stadtplanung und Entwicklung funktionalen Vorgaben folgen, versucht die aktuelle umweltwissenschaftliche Forschung, Kompromisse zwischen unterschiedlichen Nutzungsszenarien abzuwägen und einer rein wirtschaftlichen Betrachtung dieser Orte entgegenzutreten. An diesem Punkt setzen zugleich viele zeitgenössische Kunstprojekte an, die unser herkömmliches Verständnis von Landnutzung um vielfältige Nuancen erweitern und Imaginationsräume schaffen. Sowohl Wissenschaft als auch Kunst versuchen dabei, diesen Grundstücken, Flächen und Halden mit alternativen Bewertungssystemen zu begegnen und neue Nutzungsziele zu formulieren. Gemeinsam tragen sie zu einer ganzheitlicheren Betrachtung dieser städtischen Landschaften bei.

Während des Workshops und im anschließenden Werkstattgespräch werden der Umweltwissenschaftler Henrik von Wehrden und die Künstlerin Lara Almarcegui ihre jeweiligen Zugänge zu innerstädtischen Brachflächen vorstellen und deren gegenseitige Ergänzung diskutieren.

Lara Almarcegui ist eine international beachtete Künstlerin, die sich mit der Konstruktion und Dekonstruktion unserer Umwelt beschäftigt. Ihre Arbeiten wurden bereits in Einzelausstellungen in der Wiener Secession sowie dem Spanischen Pavillon bei der Venedig Biennale 2013 gezeigt.

 

Schedule for the workshop with Lara Almarcegui, 3 November 2014:

Group circle (9:00)

Kick off presentation from Lara Almarcegui (9:15)

Kick off presentation from HVW (9:30)

Group discussion on open spaces (9:45-11:00)

Break (11:00-11:15)

Creating and collecting "perspective items" (11:15-13:00)

Lunchbreak (13:00-14:00)

Sorting gradients and barriers in open spaces (14:00-15:00)

Linking a dichotomy - arts and sciences (15:00-15:45)

Talk at the center for methods to present the results of the workshop

(Lara Almarcegui and HVW, 16:00-18:00)

 

Inter- und transdisziplinäres Werkstattgespräch

Olaf Nicolai: "Spekulation über unidentifizierte Objekte"

Zeit: Montag 17. November 2014, 16:00-18:00 Uhr

Ort: Methodenzentrum, Raum C4.004

Das Werkstattgespräch wird vom Leuphana Arts Program und dem Methodenzentrum in Zusammenarbeit mit dem KT "Art and Civic Media" des EU-Innovations-Inkubators veranstaltet.

Schon lange ist die Kunst nicht mehr nur Betrachtungsgegenstand der Wissenschaft, sondern liefert selber Methoden und Ansätze wissenschaftlichen Forschens. Unter Stichworten wie "artistic research" oder "künstlerische Archäologie" haben sich Praxen etabliert, die beide Arbeitsweisen verschränken. Selbst dort, wo künstlerisches und wissenschaftliches Arbeiten als unvereinbar behauptet werden, sind inhaltliche und formale, meist auf Analogien hin entworfene Verweissysteme beliebt, die unter anderem in der Bildwissenschaft zum Tragen kommen.

Der Künstler Olaf Nicolai nimmt Elemente dieser Konstellation auf, versucht jedoch, eine andere Perspektive zu testen. Sein Projekt "SPECULATION ABOUT TWO UNIDENTIFIED OBJECTS" stellt die Spekulation als Produktionsmethode ins Zentrum. Dabei handelt es sich um eine Spekulation über zwei Objekte, die wie zwei "unbekannte" Dinge behandelt und erforscht werden sollen. Das Projekt versucht also, die Idee einer Archäologie nicht im Sinne der Re-Konstruktion, sondern der Konstruktion zu nutzen. Diese Umkehrung der Perspektive ermöglicht eine "Hermeneutik des Konjunktivs", bei der die vielfältigen, teils widersprüchlichen Verweise daraufhin befragt werden, welche Rolle sie für die Funktion und Bedeutung der Objekte spielen.