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Künstlerische GestaltungKÜNSTLERISCHE GESTALTUNG

Die Universität der Zukunft

Eine Institution, die die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellt und sich dafür grundlegend erneuert, verändert auch ihr Aussehen. Die Leuphana Universität Lüneburg bereitet sich deshalb auf eine umfassende und nachhaltige Campusentwicklung vor. Die bauliche Umgestaltung spiegelt den inneren Wandel und die veränderten Bedürfnisse und Ansprüche der Leuphana wider. Die richtungsweisende Ästhetik der Architektur unterstreicht dabei das neue Selbstverständnis der Hochschule und weist zugleich auf ihre langfristigen Ambitionen als außergewöhnliches Studienzentrum, bedeutsamer Bildungsstandort und exzellente Forschungsstätte hin.

Aus vielen unterschiedlichen Ideen entstand dabei in verschiedenen Etappen ein ganzheitliches Konzept zur Schaffung eines Ortes, an dem sich Studieren, Forschen und Leben optimal miteinander verbinden lassen. Im Mittelpunkt steht das neu zu errichtende Zentralgebäude, in dessen Nachbarschaft ein Studierendenwohnheim, ein Parkhaus und ein Gästehaus entstehen sollen, in Verbindung mit einer Neugestaltung der Außenräume und Freiflächen.

Der städtebauliche Masterplan sieht eine direkte Anbindung an das im Osten angrenzende Naherholungsgebiet entlang der Ilmenau-Niederung vor. So wird der Campus zum Lebensraum erweitert. Die neuen Gebäude und ihre Zuwege sollen durch spannungsreiche landschaftliche Achsen miteinander verbunden werden, um die gleichförmige Struktur des ehemaligen Kasernengeländes aufzubrechen und in ein Ensemble zusammenhängender, prägnanter Orte zu verwandeln.

Das Herzstück des neuen Campus

Das Zentralgebäude mit einer Nutzfläche von rund 11.400 qm ist Herzstücks des Masterplans. Hier sind neben dem Auditorium Maximum zahlreiche Innovations-, Forschungs- und Seminarzentren, Studierendeneinrichtungen, ein Café sowie moderne Multifunktions- und Ausstellungsflächen geplant. Im Bereich öffentlicher Bauten setzt das Zentralgebäude sowohl gestalterisch, als auch hinsichtlich Nachhaltigkeit und Energieeffizienz zukunftweisende Maßstäbe.

Außerhalb des akademischen Betriebes stehen bestimmte Flächen unter anderem der Stadt Lüneburg als neuer Veranstaltungsort zur Verfügung. Das Zentralgebäude dokumentiert damit die prominente Rolle der Hochschule im öffentlichen Leben Lüneburgs.

Die christlichen Kirchen und die jüdische Glaubensgemeinschaft werden sich an einer gemeinsamen Nutzung und Gestaltung eines interreligiösen Raums der Stille beteiligen.

Die Nebengebäude

Zu den inhaltlichen und organisatorischen Zielen der Neuausrichtung gehören auch die grundlegende Verbesserung des sozialen Lebensumfeldes und der Wohnsituation der Studierenden. Eine Projektstudie zum Studierendenwohnheim trägt dieser Entwicklung von der “Pendler-“ hin zur “Präsenz-Universität“ Rechnung. Daniel Libeskind hat hierzu eine architektonische Form aus zwei angewinkelten Baukörpern skizziert. Ein möglicher Standort befindet sich nahe der Bibliothek. Gäste der Universität, Veranstaltungsbesucher und Touristen sollen künftig auf dem Campusgelände angemessen untergebracht werden können. Außerdem sollen hier Studierende der Leuphana Professional School und der Graduate School für die Dauer ihrer Fortbildung wohnen. Die Projektstudie zum Gästehaus wurde in Zusammenhang mit dem Masterplan von Daniel Libeskind entwickelt. Dabei sind Grundriss, Kontur und Fassaden des Hotelkomplexes noch nicht endgültig festgelegt. Eine gemeinsame Zukunftsperspektive für die zur Institution gewordene Vamos!-Kulturhalle auf dem Campusgelände wird mit dem Pächter der Halle erarbeitet. Die Kulturhalle soll als eigenständige Kultureinrichtung erhalten bleiben, Daniel Libeskind wird außerdem ein Konzept zu deren Neugestaltung erstellen. Der gesamte ruhende Verkehr der Leuphana Universität Lüneburg sowie der zusätzliche Stellplatzbedarf aus künftigen Nutzungen soll im Zuge der Verkehrsoptimierung in einem Parkhaus und auf zwei bestehenden Stellplatzanlagen an der Scharnhorststraße untergebracht werden. Der Baugrund für das Parkhaus befindet sich gegenüber dem Zentralgebäude.

 

11.07.2011, ohse