Projektentwicklung
Die Leuphana hat durch ihre Rechtsform als Stiftungsuniversität die Möglichkeit im Zuge der geplanten Umgestaltung des Universitätsgeländes als Bauherr aufzutreten. Im Gegensatz zu anderen öffentlichen Bauvorhaben, bei denen das staatliche Baumanagement diese Rolle übernimmt, ist im Falle der Leuphana daher unter anderem aufgrund kürzerer Verwaltungswege und der kompletten Koordination vor Ort mit deutlich kürzeren Bauphasen und einem zügigen Baufortschritt zu rechnen.
Der Ablauf einer Projektentwicklung ist ein komplexer Vorgang, jedoch kann man oft typische Projektphasen bzw. Projektkomponenten unterscheiden. Diese werden im Folgenden näher beschrieben.
Rahmenvereinbarung Stadt/ Landkreis
Im Mai 2007 haben die Stadt Lüneburg, der Landkreis und die Leuphana Universität eine gemeinsame strategische Rahmenvereinbarung getroffen um die nachhaltige Standortentwicklung gemeinsam voranzutreiben.
EU-Großprojekt
Der durch die EU geförderte „Innovations-Inkubator“ ist ein Vorhaben der Leuphana Universität dessen übergeordnete Zielsetzung die nachhaltige Regionalentwicklung durch schnellen Innovations- und Technologietransfer ist.
Eigenleistungen Uni
Neben Prof. Libeskind und vielen Studierenden waren in den Planungsprozess auch zahlreiche weitere Mitglieder der Leuphana Universität Lüneburg eingebunden. Ihre Arbeit bedeutete eine starke Planungsbereicherung und Kostenentlastung.
Fördermittelübersicht
Die solide Finanzierung der zu erwartenden Planungs- und Baukosten stellt einen wesentlichen Bestandteil der Vorbereitungen dar und hat zu einem tragfähigen Gesamtkonzept geführt.
Eigenrealisierung
Die Universität wird den Libeskind-Bau in Eigenregie bauen und betreiben. Dies beschloss im Dezember 2010 der Stiftungsrat der Leuphana, nachdem er die Ergebnisse des Wettbewerblichen Dialogs gesichtet hatte. Die Bauarbeiten des Zentralgebäudes sollen im Frühjar 2011 beginnen.
ÖPP-Verfahren
Für die Realisierung der Baumaßnahmen strebte die Universität einige Zeit das Modell einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP) an; Der Wettbewerbliche Dialog des ÖPP-Verfahrens hat ergeben, dass eine Eigenrealisierung die wirtschaftlichere Lösung ist.
Raumprogramm
Die Ermittlung der tatsächlichen räumlichen Anforderungen der Universität, war ein essentieller Bestandteil der ersten Planungsphase. Ab dem Sommer 2007 wurden dazu mit allen Bereichen und Abteilungen der Universität Gespräche geführt.
Z-Bau
Die Z-Bau Dokumentation ist die offizielle Genehmigungsunterlage, anhand der die Förderung des Landes Niedersachsen bewilligt wurde. Mit Hilfe der vom MWK vorab autorisierten Planungsmittel konnte sie unter Einbeziehung von Fachplanern verfasst werden.
Bauleitplanung
Ein Bebauungsplan, kurz B-Plan, definiert, wie ein Grundstück genutzt werden darf und reglementiert die Bebauungsdetails durch Vorgaben und Einschränkungen.
Baugenehmigung
Am 4. März 2011 erteilte die Hansestadt Lüneburg die Baugenehmigung für das neue Zentralgebäude.
Vergaberecht
An der Campusentwicklung sind neben dem entwerfenden Professor Daniel Libeskind zahlreiche weitere Architekten und Fachplaner beteiligt. Deren Leistungen werden von der Projektsteuerung hinsichtlich Qualität, Quantität, Kosten und Termine abgerufen und überwacht.



