Natur und Technik
In der Perspektive Natur und Technik werden die Studierenden an natur- und ingenieurwissenschaftliche Denkweisen und Methoden und Verfahren herangeführt. Die kritische Betrachtung der wechselseitigen Durchdringung von Natur und Kultur und die Reflexion von Technik als Prinzip der menschlichen Weltbemächtigung stehen im Vordergrund der Lehrveranstaltungen.
Mit Blick auf die Relationen von anthropogenen Systemen und natürlicher Umwelt wird Wert auf Interdisziplinarität gelegt. So werden im Zusammenhang mit naturwissenschaftlichen Themen auch geistes-, sozial-, kultur- oder wirtschaftswissenschaftliche Erkenntnisinteressen verfolgt.
Die Perspektive Natur und Technik ist in folgende thematische Bereiche untergliedert:
Mensch und Umwelt
Die Studierenden haben gelernt, Natur und Kultur/Gesellschaft nicht als Gegensatz, sondern als sich ergänzende Sphären zu verstehen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Sichtweisen es auf Natur gibt und welche Folgen diese jeweiligen Perspektiven für die Aneignung von Natur haben – von anthropozentrischen bis hin zu biozentrischen Positionen.
Konstruktion von Weltbildern
Hier geht es darum, wie ingenieurwissenschaftliche Denkstile bzw. Herangehensweisen unser Weltbild beeinflussen. Sozio-technische Systeme werden hinsichtlich ihrer Nutzung, ihren Anforderungen an das Management bis hin zur Frage nach den Grenzen der Beherrschbarkeit durch den Menschen in den Blick genommen. Die Studierenden hinterfragen, welche Folgen logische Verknüpfungen wie „wenn-dann-Wirkungsketten“ oder prozessuale Logiken im Sinne von „End-of-pipe-Technologien“ nach sich ziehen. Die Reflexion darüber, inwiefern Technik als Prinzip der menschlichen Weltbemächtigung die stete Gefahr funktionalistischer Einengungen in sich birgt, ist dabei ein wesentlicher Punkt.



