Digitale Medien / Kulturinformatik

Minor

Computer sind mehr als nur Werkzeuge: Die technischen Möglichkeiten, die Computer mit sich bringen, wirken sich in vielen Hinsichten auf die Kultur aus – zum Beispiel auf die Ästhetik, auf die Wahrnehmung und auf die Dynamik einer Gesellschaft. Computer wirken zurück auf das, was sie produzieren. Sie bilden Stile und beeinflussen so die Vielfalt der kulturellen Phänomene.

  • Abschluss: das Nebenfach (Minor) kann nur in Kombination mit einem Hauptfach (Major) studiert werden
  • Zulassungsbeschränkung: ja
  • Regelstudienzeit: vier Semester
  • Studienbeginn: zweites Semester (Sommersemester)

Der Minor Digitale Medien/Kulturinformatik bezieht sich einerseits auf den Anwendungsaspekt von Hard- und Software bei der digitalen Medienproduktion. Schwerpunkte dieses Praxisaspekts sind Fähigkeiten im Umgang mit Anwenderprogrammen sowie Effizienz und Optimierungsstrategien beim Einsatz digitaler Medien. Dazu gehören zum Beispiel Kenntnisse in der Produktion und netzgestützten Distribution digitaler Medien sowie die Erarbeitung avancierter und reflektierter Strategien der Mediengestaltung und der Anwendungsentwicklung in den Bereichen Audio, Visuelle Gestaltung, Video, Interaktive Medien und Datenbanken.

Im Theorieaspekt geht es darum, die kulturellen Konsequenzen des Gebrauchs digitaler Medien zu begreifen und zu erfassen. So erlernen Sie zum Beispiel die wissenschaftliche Reflexion der Produktions- und Produktstrategien bei der Herstellung elektronischer Kommunikate, die Betrachtung der damit einhergehenden neuen Verfahren ästhetischer Gestaltung sowie die Erforschung von kulturellen Veränderungen, die durch die Nutzung digitaler Medien entstehen. Von diesen beiden Schwerpunkten ausgehend bereitet der Minor Sie auf professionelle Bereiche vor, in denen die digitale Informations- und Medientechnik eine wesentliche Rolle spielt. Durch den durchgängigen Theorieanteil und den interdisziplinären Zuschnitt ist der Minor auch als Basis für weiterführende Masterangebote geeignet.

Der Minor Digitale Medien/Kulturinformatik strebt eine generalistische Sichtweise auf die digitalen Medien an, ein vertieftes Verständnis sowohl von kulturellen als auch von technischen Phänomenen, so dass Sie strukturelle Einsichten gewinnen und eine Vermittlerrolle zwischen den beiden Perspektiven einnehmen können. Ihr Hauptfach dient dabei als die Disziplin, aus der heraus Sie Verständnis für die jeweils andere Kultur entwickeln können.

Es geht eher um strukturelle Einsichten und die Arbeit am konkreten Beispiel als darum, selbst Software zu entwickeln. Vorausgesetzt werden Interesse, Neugier und die Bereitschaft, sich auf technisch-kulturelle Sachverhalte einzulassen, nicht jedoch Programmierkenntnisse. An technischen Qualifikationen wird der mündige Umgang mit einem handelsüblichen Arbeitsplatzrechner oder Notebook vorausgesetzt.

2. Semester:

  • Grundlagen digitaler Medientechnik

3. Semester:

  • Computer als Medium (hierzu gehören Praxis-Seminare, beispielsweise zur Digitalen Fotografie, zum Web-Design, zur digitalen Video- und Audio-Produktion, zur 3-D-Modellierung und zu Datenbank-gestützten Webseiten in der ersten Semesterhälfte sowie darauffolgend ein Seminar, das alle diese Phänomene zusammenführt)

4. Semester

  • Digitale Medienproduktion/ Informationstechnik (hier können Sie Ihre Kompetenzen in der digitalen Medienproduktion auf professionellem Niveau vertiefen)
  • Medientheorie des Computers (ausführliche Beschäftigung mit Grundlagentexten)

5. Semester:

  • Kultur, Ästhetik und Geschichte digitaler Medien (zum Beispiel Seminare zur Netzkunst oder zur Geschichte des Computers)
  • Präsentation, Kooperation, Experiment. Praxismodul Medienliteralität (hier ziehen Sie ein Fazit Ihres bisherigen Studiums der Digitalen Medien/der Kulturinformatik und produzieren in der Gruppe ein Produkt)

Der Minor Digitale Medien/Kulturinformatik kann in Kombination mit einem der folgenden Major studiert werden:

In allen gesellschaftlichen Bereichen besitzt Informationstechnik einen großen Stellenwert. Wenn Sie später, orientiert an Ihrem Major, ins Berufsleben eintreten, versetzt Sie der Minor Digitale Medien/Kulturinformatik in die Lage, die Dynamik, die Ihre eigene Disziplin durch die Digitalisierung erfährt, besser zu verstehen und in Ihren Arbeitsbereich zu integrieren.

So können Sie als Absolventin bzw. Absolvent für Ihren Arbeitgeber beispielsweise die neuen Internet-Angebote verantworten, neue internetbasierte Vertriebskanäle erschließen, Medienproduktionen mit starken IT-Anteilen konzipieren und vermarkten oder in der Personalentwicklung Neue Medien einsetzen. Ebenfalls können Sie sich in der Jugendarbeit speziell dort engagieren, wo Computergebrauch sinnvoll oder problematisch ist sowie Technik-Entwicklungen durch fundierte Kenntnisse des kulturellen Umfelds beeinflussen.

Hauptamtlich Lehrende

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