Konferenzwoche 2011

Die Konferenzwoche vom 1. bis zum 3. März 2011 war ein voller Erfolg.

Ein Rückblick

Pierre Hellermann aus dem studentischen Konferenzteam blickt auf drei spannende Tage unter dem Titel „Wissenschaft trägt Verantwortung“ zurück.

Die Arenen, also Vorträge durch geladene Gäste, bieten einen angenehmen Kontrast zum Gallery Walk. Hier wird viel gelauscht und nachgedacht. Hier wird bewundert und hinterfragt. Zwar ist vereinzelten Gesichtern im Publikum anzusehen, dass sie in dieser Arena nur deshalb sitzen, weil sie ein Teil der 9 gewählten Pflichtveranstaltungen ist, doch oft gelingt es den Referierenden auch diese Personen zu gewinnen und in die anschließende Diskussion mit einzubinden. Die Studierenden lassen sich von den glänzenden Persönlichkeiten dennoch nicht blenden und bringen ihre Gegenargumente kritisch und respektvoll am Ende der Vorträge hervor. Alle haben etwas zu sagen.

Ebenso verhält es sich in den Tandemsessions, wo Studierende in 90 Minuten die Ergebnisse ihrer Projektseminare präsentierten. Die Bandbreite an Formaten reicht von Vorträgen über Podcasts bis hin zum World Café und lässt auch externe Besucher ein bisschen am kreativen Geist schnuppern, der die ganze Konferenz über in der Luft liegt. So stolpert man beim Verlassen des Hörsaalganges prompt über das Klimaflüchtlingslager des Aktionskünstlers Hermann Josef Hack oder wird Zeuge einer Überfischung auf dem Gallery Walk.

Endlich habe ich kurz Zeit zu verschnaufen. Mittwoch, 21h. Alle Arenen sind gelaufen. Ohne große Komplikationen. „Erstaunlich!“, denke ich und folge instinktiv dem herrlichen Geruch einer Nudelpfanne. Doch auf einmal vernehme ich arabisch anmutende Klänge aus dem Bibliotheksfoyer. Als ich dort ankomme, sitzen zwei duzend Studierende gemütlich lauschend beieinander und unterhalten sich mit einer Band und einem Photographen über Multikulti. Während ich zurück nach Draußen eile, um meinen Leuten von der urgemütlichen Atmosphäre zu erzählen, werde ich erneut von meinem Vorhaben abgelenkt. Vor mir sehe ich eine riesige Tafel an der gut 30 Studierende ein vegetarisches Festmahl an der Seite von zwei Sterneköchen zaubern. Gleichzeitig erinnern mich, nicht weit entfernt, entspanne Beats an den lunatic Klangraum, den ich unter keinen Umständen verpassen wollte. Manchmal würde ich mir gerne zerreißen können!

Die Studierenden haben sichtlich Spaß an der Konferenz und so ist die  Anwesenheitskontrolle nie ein großes Thema. Es bleibt auch nicht viel Zeit daran zu denken, jagt doch ein großartiger Referent die nächste Referentin, eine kreative Tandempräsentation die andere und eine Überraschung die nächste. Unverhoffte Interviews, spontane Diskussionen, unvorhergesehene Aktionen, kurz entschlossene Änderungen – es wird niemals langweilig. Wer von der Qualität vereinzelter Beiträge enttäuscht war, konnte sich stets wieder im Hörsaalgang Input holen und sich von bisher unentdeckten Themen überraschen lassen.
Die bunte Vielfalt der Konferenz zu skizzieren scheint an dieser Stelle ein nicht zu bewältigendes Unterfangen. Was jedoch in Worte zu fassen ist, ist die Freude sowie das Engagement, das die Studierenden in diese Konferenz mitgebracht haben. Viele Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen, so dass der Wettbewerb am Ende der Konferenz ein bisschen so wirkte, als würden alle Studierenden und nicht nur einzelne Projektgruppen prämiert werden.
So leerte sich der Campus wieder. Vielen stand die Freude, jetzt endlich in den Urlaub zu fahren ins Gesicht geschrieben. Und wer genau hinsah, konnte auch die Freude erkennen, einen tollen Abschluss eines ersten Semesters erlebt zu haben.

Ich frage mich, was ich an dieser Konferenz so rührend finde. Sicherlich ist da der großartige Einsatz meiner Kolleginnen und Kollegen aus dem Konferenzteam. Wir sind so sehr zusammengewachsen, dass wir uns die Wünsche von den Lippen ablesen können und dass Absprachen ohne Sprechen stattfinden. Doch das meine ich gar nicht. Vielleicht ist es die Tatsache, dass alle gleichgestellt sind. Egal, ob Götz Werner über Bedingungsloses Grundeinkommen spricht oder ob Studierende vom Aussterben der Sprachen berichten, alle scheinen auf einer Ebene zu sein.
Nein, ich denke, das was mich am meisten rührt ist, dass sich die Studierenden unsere Worte zu Herzen genommen haben. Sie haben sich nicht nur als Teil der Konferenz gesehen, sondern als Hauptakteure. Und das waren sie auch. Es war
ihre Konferenz.

Das Konferenzteam

Die Kommunikationsseminare

Konferenzberichterstattung kreativ und professionell gestalten

Dieses Seminar ist ein Sonderfall: Es bereitet Studierende auf eine kreative, zielgruppengerechte und möglichst professionelle Berichterstattung über die Leuphana Konferenz vor. Wer könnte besser über dieses Ereignis berichten als die Studierenden selbst!

Nach einer Einführung in die Nachhaltigkeitskommunikation haben sich Arbeitsgruppen zu drei möglichen Medienprodukten formiert (Film, Radio und Zeitung), in denen verschiedene Rollen zu besetzen waren, z.B. Reporter/in, Redakteur/in, Fotograf/in, Radiosprecher/in, Regisseur/in, Kameramann/frau etc. Als solche sind die Studierenden während der Konferenztage rund um die Uhr im Einsatz.

Also aufgepasst: Greif' zum "Konferenz Kuhrier", schalte Radio ZuSa ein (1.3. und 3.3., 15:00 Uhr „Drei um Drei“) und verpasse am Ende nicht den Film zur Konferenz!

Kreative Öffentlichkeitsarbeit für die Leuphana Konferenz 2011

In dem Seminar „Konferenzkommunikation: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ beschäftigen sich gut zwanzig Studenten damit, der Konferenzwoche ein Gesicht zu verpassen. 

Wir erhielten zunächst einen Einblick in die Werbung und Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Organisationen, die sich für Umwelt und Nachhaltigkeit einsetzen. Anschließend erarbeitete das Seminar ein Logo und einen Titel für die Leuphana Konferenzwoche im März 2011. Eine Klimakuh wurde als Logo und Kampagnen-Tier geboren. Sie soll nicht nur unsere Kommilitonen, sondern auch deren Freunde, Verwandte und die Lüneburger Bürger auf die Konferenz aufmerksam machen. 

In Gruppen aufgeteilt, haben wir Auftritte bei Facebook und Twitter geplant, Pressetexte geschrieben, Poster und Programmzettel entworfen, Kuhkostüme für Flashmobs gebastelt und kreative Marketingaktionen organisiert, wie Kuhhaufen auf dem Campus, in denen kleine Fähnchen mit dem Konferenz-Logo steckten.

Konferenz Archiv

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