Ernährung und Gesundheit - Gehen wir gerecht mit unseren Körpern um?

Linda Marx, Dagmar Kersten und Karl von Körber in der Diskussion um den gerechten Umgang mit dem Körper

von Denise Dunckel

In einer Podiumsdiskussion diskutierten die Ex-DDR-Leistungsturnerin Dagmar Kersten, die Ernährungsberaterin Linda Marx und der Leiter der Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung, Karl von Körber über den Zusammenhang von Ernährung, Leistungsfähigkeit und Gerechtigkeit. Ebenso gaben sie Ratschläge dazu, wie man sich gesund hält und was das Gegenteil bewirken kann.

„Man ist, was man isst!“ – zwischen Leistung und Gesundheit

„Man ist, was man isst!“, sagte Kersten und richtet dabei den Blick auf die Ernährung der einzelnen Person. Sie betont, dass man eine größere Leistungsfähigkeit habe, wenn man auf bestimmte Dinge in der Ernährung verzichtet. Marx entgegnet dem, indem sie sagt, dass es ihr mehr auf Gesundheit ankäme als auf Leistung. Ziel sei es, auch im Alter gesund zu bleiben. Ernährung ist eine Möglichkeit, um dieses Ziel zu erreichen und aktiv etwas zur Nachhaltigkeit beizutragen.

„Viele Menschen können sich nicht mit ihrem Körper identifizieren“

Diese Aussage führte Marx an und Kersten ergänzte dies dadurch, dass jeder nur selbst diese Entscheidung treffen könne. Sie sind sich einig, dass eine gesunde Ernährung dabei helfe. Hierzu bringt Körber sieben Gebote ein. Dazu gehört, pflanzliche Lebensmittel zu bevorzugen, zu viel Fast Food zu vermeiden und einen fairen Handel zu unterstützen. Jedoch gibt es ebenso drei Dinge, die vermieden werden sollten. Dazu zählen, sich zu wenig oder zu viel um seinen Körper zu kümmern oder ihn als Ware zu verkaufen.

Passend zum Aschermittwoch beurteilten sie im Konsens das Fasten positiv. „Ich kann von meiner inneren Speisekammer leben“, führte Körber an. Er faste gerne und häufiger im Jahr und er empfinde das Gefühl im Anschluss an die Fastenzeit als einen Genuss. Kersten sieht das Fasten als eine Möglichkeit zu lernen, sich selbst runterzufahren. Sie geht in der Fastenzeit dem Motto nach: „Nicht mein Körper ist Herr von meinem Geist, sondern ich bin Herr über meinen Körper“. 

Um gerecht mit seinem eigenen Körper umgehen zu können, ist es wichtig, dass man ein Bewusstsein schafft für die Lebensmittel, die man isst. Ebenso wichtig ist es, dass diese Lebensmittel die Gesundheit und Vitalität unterstützen. Aber letztlich zählt es, dass man sich in seinem Körper wohlfühlt.