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- Umgang mit Heterogenität 79.43KB jpg
Die Fakultät Bildung
Eine forschungsbasierte Bildung von Lehrerinnen und Lehrern steht im Mittelpunkt aller Bemühungen um die Qualifizierung der nachfolgenden Generationen und um die Sicherung des wissenschaftlichen Nachwuchses. An der Leuphana Universität Lüneburg wird in den nächsten Jahren die Lehrerbildung mit dem Ziel neu konzipiert, ein qualitativ hochwertiges und forschungsbasiertes Lehrangebot zu entwickeln, das dazu beiträgt, Studierende auf die hohen Anforderungen an die Professionalität des Lehrberufs vorzubereiten und Praktizierende in einer konsequenten Weiterentwicklung dieser Professionalität zu unterstützen. Dabei wird die Leuphana Universität Lüneburg in Forschung und Lehre den Umgang mit Heterogenität als eine der aktuell sowie perspektivisch dringendsten Herausforderungen im deutschen Bildungssystem in den Mittelpunkt stellen.
Von zukünftigen Lehrenden wird angesichts der gesellschaftlichen Entwicklung und explizit im Umgang mit Heterogenität erwartet, dass sie fähig sind, mit Vielfalt, Entwicklungen und Veränderung umzugehen, ihr fachspezifisches Wissen kontinuierlich zu revidieren, zu aktualisieren und zu verbessern, sich der Relativität von Wahrheit bewusst und unter den Bedingungen von Nichtwissen und Unsicherheit handlungs- und gestaltungsfähig zu sein. Ziel ist eine umfassend gebildete Persönlichkeit, die in der Lage ist, im Rahmen ihrer individuellen Handlungsmöglichkeiten auf vielfältige Herausforderungen selbstständig und gestaltend einzuwirken.
Die Auseinandersetzung mit Heterogenität, die momentan als drängendes und für die nahe Zukunft als zentrales Problem wahrgenommen wird, thematisiert die zentrale Frage der Wissenschaftsinitiative Bildungsforschung: Wie können jedem einzelnen jungen Menschen angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen die verschiedenen Weltbilder verdeutlicht und Zugänge zu ihnen ermöglicht werden?
Der Heterogenitätsansatz der Wissenschaftsinitiative Bildungsforschung beschränkt sich dabei nicht allein auf die Heterogenität der Lernenden, sondern fokussiert darüber hinaus die Heterogenität und Interdependenzen (fach-)didaktischer Zugänge und deren Wirkungen auf Lernende. Diese fachdidaktisch spezifischen, gleichzeitig jedoch inter- und transdisziplinären Forschungs-, Lehr- und Gestaltungsansätze erscheinen angesichts sich stetig ändernder Anforderungen in Schule höchst geeignet, nicht allein das Thema Heterogenität fokussiert zu bearbeiten, sondern gleichzeitig ein Instrumentarium zu entwickeln, welches auf diese Anforderungen reagieren und sie konstruktiv zu gestalten vermag.
Das Gesamtkonzept der Initiative Bildungsforschung wird zudem unter den Perspektiven entwickelt, die erste und die zweite Phase der Lehrerbildung künftig stärker miteinander zu verzahnen und ein dauerhaftes Schulnetzwerk (Campus-Schule) auf- und auszubauen, in welchem wechselseitig Projekte, Fort- und Weiterbildungen so integrativ zusammenwirken, dass Studierende studienbegleitend sowohl Forschungs- als auch Praxisanbindung erfahren und zunehmend selbst gestalten.




