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Nachhaltigkeitsforschung - Ziele und MerkmaleNACHHALTIGKEITSFORSCHUNG -
ZIELE UND MERKMALE

Fakultät Nachhaltigkeit

Im Forschungsfeld der Nachhaltigkeitswissenschaften verfügt die Leuphana Universität Lüneburg bereits heute über ein etabliertes und forschungsstarkes Profil in unterschiedlichen Fachbereichen und Disziplinen. Fachlich wird der Forschungsschwerpunkt nach der Neubesetzung von bis zu neun Professuren von insgesamt etwa 25 Professuren bedient, welche die Bereiche der nachhaltigkeitsorientierten Wirtschafts-, Rechts-, Planungs- und Politikwissenschaften sowie der Ökologie, Umweltchemie und Umweltkommunikation abdecken. Aufgrund ihrer fachlichen Ausrichtung sowie derzeitiger oder früherer Arbeiten stoßen weitere Professuren aus der Wirtschaftspsychologie, den Naturwissenschaften, der Technik und der Informatik zu dieser Initiative dazu.

Der Einmaligkeitscharakter der Forschung an der Leuphana beruht im Wesentlichen auf einer klaren Nachhaltigkeitsausrichtung und Transdisziplinarität sowie der Gleichgewichtigkeit zwischen natur- und humanwissenschaftlicher Forschung. Dieses Alleinstellungsmerkmal bildet eine erfolgversprechende Basis für ein weiteres Wachstum des Bereichs.


Die Forschungsschwerpunkte

Zur Förderung der inter- und transdisziplinären Zusammenarbeit und zur weiteren Schärfung ihres Profils fokussiert sich die Fakultät Nachhaltigkeit gegenwärtig auf vier Forschungsschwerpunkte, die zum einen interdisziplinäre Schlüsselexpertisen der Professuren an der Fakultät abbilden und zum anderen zentrale Fragestellungen bezüglich einer Nachhaltigen Entwicklung abdecken:

  • Ökosystem-Dienstleistungen
  • Energie
  • Soziale und kulturelle Dimensionen nachhaltiger Entwicklung

Ergänzt werden die vier Schwerpunkte durch das verbindende Querschnittsfeld

  • Methodologie inter- und transdisziplinärer Nachhaltigkeitswissenschaft.


Ausgewählte Projekte

Im Rahmen der genannten vier Schwerpunkte sowie des Querschnittsfeldes kann die Fakultät auf umfassende Drittmittelförderungen durch verschiedene Förderinstitutionen verweisen. Fünf Beispiele sind:

  1. Drei Großprojekte innerhalb des Schwerpunkts „Nachhaltige Energie“ des Innovationsinkubators Lüneburg: Thermische Batterie, EnERgioN, Biokerosin
  2. Drei Teilprojekte in der DFG-Forschergruppe FOR 891: “The role of tree and shrub diversity for production, erosion control, element cycling, and species conservation in Chinese subtropical forest ecosystems” (gemeinsam mit der Georg- August-Universität Göttingen, Martin Luther Universität Halle-Wittenberg, Chinese Academy of Sciences, China)
  3. Das BMBF geförderte Projekt „BINK: Beitrag von Bildungsinstitutionen zur Förderung nachhaltigen Konsums bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen“.
  4. Projekt „Fostering sustainable development in Eastern Europe - A case study of ancient agricultural landscapes in Central Romania“. Gefördert im Rahmen des Sofja Kovalevskaja Preises der AvH (Prof. Dr. Joern Fischer)
  5. Projekt „EDGE - Evaluating the Delivery of participatory environmental Governance using an Evidence-based research design“. Gefördert durch European Research Council (ERC) Starting Grants (Prof. Dr. Jens Newig)

 

Die wissenschaftliche Umsetzung des Forschungsprogramms erfolgt im Rahmen einer transdisziplinären Zusammenarbeit zweier grundsätzlicher Forschungsperspektiven und mit Experten und unterschiedlichen Stakeholdern aus der Praxis: einer humanwissenschaftlichen und einer naturwissenschaftlich/technischen Perspektive. Die strukturelle Umsetzung der Initiative ist in der Modellgrafik Nachhaltigkeitswissenschaften dargestellt.

14.06.2013, Thilo Schroth