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Über die FakultätÜBER DIE FAKULTÄT

Fakultät Nachhaltigkeit

Die Nachhaltigkeitswissenschaften sind eines der wichtigsten Handlungsfelder zur Entwicklung einer Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts, in der wissenschaftliche Erkenntnisse, ethische Maßstäbe und praktisches Handeln im Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung stehen. Die Nachhaltigkeitsforschung leistet wissenschaftliche Beiträge zur Gestaltung dieses evolutionären Prozesses unter Einhaltung der Grundsätze einer nachhaltigen Entwicklung auf der Basis der Definition der Brundtland-Kommission und ihrer Weiterentwicklungen.

Die zum 01.10.2010 neu gegründete Fakultät Nachhaltigkeit ist mit insgesamt etwa 25 Professuren Träger der Wissenschaftsinitiative Nachhaltigkeitsforschung an der Leuphana Universität Lüneburg. In die Initiative können sich auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus anderen Fakultäten der Universität einbringen. Mit der Initiative entsteht ein international besonders profilierter Schwerpunkt der Leuphana in Forschung und Lehre und eine in ihrer inhaltlichen Ausrichtung in Deutschland einmalige Fakultät. Zum Aufbau der Wissenschaftsinitiative Nachhaltigkeitsforschung werden an der Fakultät Nachhaltigkeit zwischen 2009 und 2011 bis zu neun Professuren neu besetzt.

Das ganzheitliche Denken in der Nachhaltigkeitsforschung erfordert eine enge Verknüpfung von Nachhaltigkeitshuman- und Nachhaltigkeitsnaturwissenschaften mit einem transdisziplinären Ansatz in Forschung und Lehre. Die verbindende Klammer der verschiedenen Nachhaltigkeitsdisziplinen bildet die Ausrichtung auf das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung aus Sicht unterschiedlicher Akteure, auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen und in unterschiedlichen Anwendungsfeldern.

Zu den besonderen Positionierungsmerkmalen der Wissenschaftsinitiative Nachhaltigkeitsforschung der Leuphana zählen:

Zusammenspiel zwischen human-, natur‑ und technikwissenschaftlicher Forschung

Konsequente Nachhaltigkeitsorientierung

Transdisziplinarität als methodischer Zugang

Projektorientierte Zusammenarbeit zwischen Natur- und Humanwissenschaften

Forschungskooperationen

Aufbau auf zentralen Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung

Internationalität


Was bedeutet Nachhaltige Entwicklung?

Das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung definierte die Brundtland-Kommission in ihrem Bericht (WCSD 1987) auf zwei Arten:

  1. Dauerhafte Entwicklung ist Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.
  2. Im Wesentlichen ist dauerhafte Entwicklung ein Wandlungsprozess, in dem die Nutzung von Ressourcen, das Ziel von Investitionen, die Richtung technologischer Entwicklung und institutioneller Wandel miteinander harmonieren und das derzeitige und künftige Potential vergrößern, menschliche Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen.
17.01.2013, Thilo Schroth