Aktuelle Meldungen
Neue Forschungsdatenbank ist online
15. November 2011 Lüneburg. Welche Forschungsthemen werden an der Leuphana bearbeitet? Wo finde ich Informationen zu den Projekten und Publikationen aus der Hochschule? Wie international ist die Forschung? Antworten auf solche Fragen gibt künftig die Forschungsdatenbank PURE der Leuphana Universität Lüneburg. Sie wurde heute in Betrieb genommen.
PURE steht für „Publications and Research“ und ist eine speziell für den Wissenschaftsbetrieb entwickelte Datenbank. Sie führt die bisher fragmentierten Informationen über Forschung an der Universität zusammen. Für die Recherche stehen umfangreiche Informationen über Projekte, Veröffentlichungen, Experten und Aktivitäten wie Vorträge oder wissenschaftliche Veranstaltungen zur Verfügung. „Die Forschungsdatenbank hilft uns, Leistungen der Universität besser sichtbar zu machen. Für die Öffentlichkeit sind bereits mehr als 8.500 Publikationen, 200 Projekte sowie Links zu über 400 Expertenprofilen verfügbar“, erläutert Uni-Präsident Sascha Spoun. Auch im Rahmen interner Auswertungen gebe es vielfältigen Bedarf für Berichte und Statistiken. Mit dem Aufbau einer zentralen und verlässlichen Ressource für Forschungsinformationen entfalle mehrfaches Abfragen gleicher Daten, das reduziere die Arbeitsbelastung deutlich, so Spoun weiter.
Der neue Forschungskatalog steht unter folgender Internet-Adresse zur Verfügung:
www.leuphana.de/forschungsdatenbank
Hintergrund
Die Leuphana Universität Lüneburg ist die erste Universität in Deutschland, die das dänische Forschungsinformationssystem PURE einführt. Die Einrichtung der Forschungsdatenbank ist Teil der 2007 vom Senat verabschiedeten Forschungspolitik.
Während einer zweijährigen Vorbereitungszeit wurden mehrere Tausend Publikationen und Hunderte von Autorinnen und Autoren der seit 2007 geführten Hochschulbibliographie in das neue System übernommen. Informationen über Organisationen und Personal sowie Drittmittel werden täglich aus dem SAP-System zur Verfügung gestellt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler steuern über ihr individuelles Nutzerkonto die Informationen über ihre Projekte, Publikationen und Aktivitäten. Zur Unterstützung können sie auf ein Netzwerk geschulter Redakteurinnen und Redakteure in den Instituten und Zentren zurückgreifen. Einmal registriert, stehen die Informationen für interne Zwecke zur Verfügung, so dass die bislang praktizierten Mehrfachmeldungen für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entfallen. Für jeden Eintrag kann gesondert festgelegt werden, ob er auch für den öffentlichen Forschungskatalog verfügbar sein soll.
PURE wurde vor neun Jahren von dem dänischen Start-up Unternehmen Atira entwickelt. In Dänemark wird PURE auf Beschluss der Hochschulrektoren an allen staatlichen Universitäten eingesetzt und speist die nationale Forscherdatenbank. Neben der Leuphana gehören in Europa außerdem die Universität Helsinki, 17 Universitäten in Großbritannien sowie die flämische Regionalregierung zu den Kunden. PURE wird von Atira gemeinsam mit den beteiligten Universitäten kontinuierlich weiterentwickelt und ist dadurch konsequent an den Erfordernissen der Wissenschaft orientiert. Das Datenmodell entspricht dem europäischen CERIF-Standard (Common European Research Information Format).


