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'Pizza-Modell' für die Wirtschaftsinformatik

06. Juli 2012 Lüneburg. Dass Computer und Internet unseren Alltag dramatisch verändert haben, ist inzwischen eine Binsenweisheit. Nahezu alle Lebensbereiche werden durch den Einsatz von Informationstechniken (IT) geprägt. Fachleute mit umfassenden IT-Kenntnissen und betriebswirtschaftlichem Sachverstand sind deshalb am Arbeitsmarkt gesucht. Die Leuphana Universität Lüneburg reagiert auf diese Entwicklung mit einem neuartigen Studienangebot: Wirtschaftsinformatik-Studierende können ihr Studium künftig mit selbstgewählten Schwerpunkten „garnieren“. Dafür haben sie die Wahl zwischen E-Business, Green-IS oder E-Health. Das neue Angebot startet zum Wintersemester. Bewerbungsschluss ist am 15. Juli 2012.

Ihr neues Studienprogramm haben die Lüneburger Informatiker „Pizza-Modell“ getauft. Stefanos Dimitriadis, wissenschaftlicher Mitarbeiter und einer der Mitentwickler, erklärt das so: „Die informatischen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen der Wirtschaftsinformatik kann man mit dem Teig einer Pizza vergleichen, denn sie sind immer gleich. Richtig interessant und vielseitig wird es erst, wenn man die möglichen Beläge betrachtet, mit denen man den Teig kombiniert. Dafür bieten wir jetzt drei Richtungen zur Auswahl an.“

Alle Studierenden erhalten ein solides fachliches und methodisches Grundlagenwissen. Die neuen Schwerpunkte geben ihnen die zusätzliche Option, auf aktuelle Herausforderungen der Digitalen Gesellschaft einzugehen und ihr Studium entsprechend zu gestalten. Im Schwerpunkt E-Business geht es darum, sich auf den Internet-Handel und die Social Media zu spezialisieren. Der Schwerpunkt Green IS beschäftigt sich mit der computergestützten Analyse und Gestaltung von Energie- und Stoffströmen und zielt damit auf eine wirtschaftliche und nachhaltige Ressourcennutzung. Im dritten Schwerpunkt, E-Health, steht die Steigerung der Produktivität von Gesundheitsorganisationen (z.B. Krankenhäuser) im Zentrum: Mit dem gezielten Einsatz von Informationstechnik sollen dort Prozessabläufe verbessert werden.

„Die informationstechnischen Herausforderungen der kommenden Jahren werden wir nur mit Fachleuten bewältigen können, die über umfassende IT-Kenntnisse und betriebswirtschaftlichen Sachverstand gleichermaßen verfügen“, ist sich Dimitriadis sicher.  Auf dem Arbeitsmarkt werde bereits heute händeringend von Industrieunternehmen, Gesundheitsorganisationen und Beratungsagenturen nach diesen Fachleuten gesucht.

Weitere Informationen:

http://www.leuphana.de/wirtschaftsinformatik-studium-bachelor.html

17.01.2013, Vogt