Veröffentlichungen
Gefühle als Atmosphären
28. Juni 2011 In der zeitgenössischen Philosophie wie in unserer westlichen Kultur allgemein werden Gefühle meist als private, innere Zustände der Einzelnen aufgefasst. Demgegenüber wirkt die Annahme von Gefühlen als Atmosphären, so die Kernthese des Buches, irritierend, da sie eine radikale Infragestellung der etablierten Sichtweise darstellt.
Mit der Überwindung dieses in der abendländischen Tradition verankerten Innenweltparadigmas von Gefühlen werden die reduktionistischen Verkürzungen des subjektiven Erlebens aufgelöst. Mannigfaltigkeit und Qualität der emotionalen Phänomene werden dadurch philosophiefähig gemacht. Der Philosoph Hermann Schmitz, Begründer der Neuen Phänomenologie, liefert in diesem Zusammenhang mit seiner Atmosphärentheorie eine Grundlage für die Philosophie der Gefühle, mit der sich die Aufsätze in diesem Buch auseinandersetzen. Dabei gehen sie in systematischer Weise - affirmativ und kritisch – auf die Definition von Gefühlen als "räumlich ergossenen, leiblich ergreifenden Mächten" ein. Sie machen die unserem philosophischen und kulturellen Verständnis zunächst befremdlich anmutende These in ihrer zentralen Bedeutung für die heutige Emotionsforschung erkennbar und bereichern sie um eine streitbare, doch äußerst ertragreiche Perspektive.
Mitherausgeberin Dr. Kerstin Andermann lehrt und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Philosophie des Instituts für Kulturtheorie, Kulturforschung und Künste der Leuphana Universität Lüneburg.
Andermann, Kerstin; Eberlein, Undine (Hrsg.): Gefühle als Atmosphären – Neue Phänomenologie und philosophische Emotionstheorie. 2011. Berlin, Akademie Verlag. 264 Seiten, EUR 49,80, ISBN 978-3-05-004930-4.
In der zeitgenössischen Philosophie wie in unserer westlichen Kultur allgemein werden Gefühle meist als private, innere Zustände der Einzelnen aufgefasst. Demgegenüber wirkt die Annahme von Gefühlen als Atmosphären, so die Kernthese des Buches, irritierend, da sie eine radikale Infragestellung der etablierten Sichtweise darstellt.
Mit der Überwindung dieses in der abendländischen Tradition verankerten Innenweltparadigmas von Gefühlen werden die reduktionistischen Verkürzungen des subjektiven Erlebens aufgelöst. Mannigfaltigkeit und Qualität der emotionalen Phänomene werden dadurch philosophiefähig gemacht. Der Philosoph Hermann Schmitz, Begründer der Neuen Phänomenologie, liefert in diesem Zusammenhang mit seiner Atmosphärentheorie eine Grundlage für die Philosophie der Gefühle, mit der sich die Aufsätze in diesem Buch auseinandersetzen. Dabei gehen sie in systematischer Weise - affirmativ und kritisch – auf die Definition von Gefühlen als "räumlich ergossenen, leiblich ergreifenden Mächten" ein. Sie machen die unserem philosophischen und kulturellen Verständnis zunächst befremdlich anmutende These in ihrer zentralen Bedeutung für die heutige Emotionsforschung erkennbar und bereichern sie um eine streitbare, doch äußerst ertragreiche Perspektive.
Mitherausgeberin Dr. Kerstin Andermann lehrt und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Philosophie des Instituts für Kulturtheorie, Kulturforschung und Künste der Leuphana Universität Lüneburg.
Andermann, Kerstin; Eberlein, Undine (Hrsg.): Gefühle als Atmosphären – Neue Phänomenologie und philosophische Emotionstheorie. 2011. Berlin, Akademie Verlag. 264 Seiten, EUR 49,80, ISBN 978-3-05-004930-4.



