Biogas

Forscher der Leuphana helfen den Landwirten der Region, Strom aus Biogas zu vermarkten

Geld verdienen mit Strom vom Acker: Auch künftig können Biogasanlagenbetreiber mit der Vermarktung von Biogas-Strom gute Erlöse erzielen, wenn sie verschiedene Vermarktungsformen geschickt auswählen, sich effizient organisieren und ihre Verträge gut verhandeln. Kombinationen von strompreisorientierter Fahrweise und Regelleistungsvermarktung können zu Erlösen führen, welche die bisherige fixe EEG Vergütung um einiges übersteigen. Ein Zusammenschluss zu Erzeugergemeinschaften führt zu besseren Vergütungskonditionen gegenüber den Stromhändlern und reduziert interne Vermarktungskosten deutlich. Größere Investitionen sind dabei nicht unbedingt erforderlich und rechnen sich auch nicht in jedem Fall. Das sind zentrale Ergebnisse des Forschungsprojektes „Vermarktung Biogasstrom“ im Innovations-Inkubator Lüneburg. Von April 2013 bis März 2015 haben der Professor für Finanzierung und Finanzwirtschaft Heinrich Degenhart und seine Mitarbeiter Daniela Wachter und Mathias Schneider untersucht, wie sich Betreiber von Biogasanlagen betriebs- und finanzwirtschaftlich optimal aufstellen können. Sie nutzten Zahlungsstrommodelle und Daten von den Strommärkten, außerdem befragten sie Biogas-Landwirte, Stromhändler und kreditgebende Banken und Sparkassen. Hintergrund der Untersuchung war, dass Anlagenbetreiber seit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes 2012 die Möglichkeit zur Direktvermarkung haben, für Neuanlagenbetreiber diese seit 2014 Pflicht ist.