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Das allgemeine Studienmodell im Leuphana Master
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Komplementärstudium: Fächerübergreifend LernenKOMPLEMENTÄRSTUDIUM:
FÄCHERÜBERGREIFEND LERNEN

Das Komplementärstudium ist ein Lüneburger Markenzeichen und fester Bestandteil des Masterstudiums an der Leuphana Graduate School. Mit seinem Konzept des fächerübergreifenden Lernens basiert es auf dem humanistischen Bildungsideal, dem sich die Leuphana verschrieben hat. Dieses hat zum Ziel, Menschen ganzheitlich auszubilden und ihnen Augen und Ohren für die Belange anderer Wissenschaftsdisziplinen zu öffnen.

Darüber hinaus begegnet das Komplementärstudium den Anforderungen des modernen Arbeitsmarkts: eine fundierte Fachausbildung gepaart mit der Fähigkeit, fachfremde Zusammenhänge schnell zu erfassen, Wissenslücken zügig zu füllen und eventuell sogar von heute auf morgen ein vollkommen neues Fachgebiet zu betreuen. Die hierfür erforderliche geistige Flexibilität und der gezielte Umgang mit Multitasking kann eine große Herausforderung darstellen, wenn man nie über den Tellerrand des eigenen Fachs geblickt hat. Der Lüneburger Ansatz eines fachbegleitenden Komplementärstudiums im Sinne eines „Studium Generale“ will diesen Anforderungen Rechnung tragen.

Im Masterstudium an der Leuphana Graduate School greift das Komplementärstudium drei große Themen auf: Wissenschaftstheorie (1. Semester), Fachübergreifende Methoden (2. Semester) und Wissenschaftsethik (3. Semester).

Die drei Module mit jeweils 5 Credit Points umfassen etwa zehn Prozent des gesamten Masterstudiums. Studierende aller Major besuchen das Komplementärstudium gemeinsam und diskutieren in begleitenden Tutorien über Unterschiede und Gemeinsamkeiten der wissenschaftlichen Grundlagen ihrer einzelnen Fächer. Dies fördert nicht nur den fächerübergreifenden Austausch aller Studierenden der Graduate School, sondern bringt im Idealfall neue Ansätze des eigenen Forschens hervor. Besonders spannend für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: die Erkenntnis, in welchen globalen Kontexten man sich mit der eigenen Arbeit bewegt, wie man sich dort verorten kann und welche Analyse- und Denkansätze andere Wissenschaftskulturen bereithalten. Bei aller Fokussierung auf Credit Points und zügigem Absolvieren des Fachstudiums sollte diese Perspektive nicht außen vor bleiben.

Das Komplementärstudium ermöglicht durch seine übergeordneten Themen auch die Einbindung internationaler Gastreferentinnen und Gastreferenten. Beispielsweise werden im Wintersemester 2011/12 sechs Sitzungen des Moduls Wissenschaftstheorie gemeinsam mit dem bekannten deutschen Philosophen Richard David Precht gestaltet.

17.01.2013, gradschool