Die Idee: Wissenschaftlicher Anspruch und Praxisnähe

Was heißt es, an einer Graduate School zu studieren? In den USA stellt sich diese Frage nicht, dort sind traditionell Master- und Promotionsprogramme je nach Fach entweder in der Graduate School oder in verschiedenen Professional Schools organisatorisch gebündelt. Die Fachinhalte werden aus den „Departments“ gespeist, analog den deutschen Fakultäten bzw. Instituten. Die Vorteile dieses Modells sind vielseitig: Zum Beispiel müssen Studieninteressierte nicht jedes Institut nach einem möglichen Masterangebot oder nach individuellen Regelungen zur Promotion durchforsten. Bereits eingeschriebene Studierende haben mit der Graduate School eine neutrale und fachübergreifende Anlaufstelle für Ihre Anliegen, Anregungen oder individuellen Probleme. Darüber hinaus fördern gemeinsame Aktivitäten die Vernetzung unter Lehrenden und Studierenden, wodurch Interdisziplinarität und Gemeinschaft entstehen.
In Lüneburg hat die Graduate School an ihrer Spitze einen Vizepräsidenten, der die Belange des Master- und Promotionsstudiums im Präsidium der Universität vertritt. Studiendekaninnen und Studiendekane für jedes Masterprogramm sorgen für eine Verankerung der Graduate School in den Fakultäten, und jeder einzelne Masterstudiengang (Major) wird von einer inhaltlich verantwortlichen Professorin oder einem Professor vertreten. Darüber hinaus existiert eine in der Grundordnung der Universität verankerte Zentrale Studienkommission Graduate School, in der Professorinnen und Professoren gemeinsam mit Studierenden fachübergreifende Aspekte des Masterstudiums diskutieren. Viele Möglichkeiten, um der Gemeinschaft der „Graduate Students“ eine Stimme zu verleihen.
An der Leuphana Graduate School verstehen wir das Gemeinsame jedoch nicht nur strukturell – auch inhaltlich wollen wir den disziplinübergreifenden Blick schärfen. Alle Masterstudierenden haben deshalb die Möglichkeit und Verpflichtung, im Laufe ihres Studiums etwas über die Theorien, Forschungsmethoden und ethischen Grundlagen fachfremder Wissenschaften zu erfahren. Einen Rahmen zu diesem spannenden Exkurs in die große Welt der Wissenschaft bietet das Komplementärstudium, dessen drei Module das Masterstudium begleiten und dessen Inhalte gewiss die eine oder andere Abschlussarbeit durch eine bislang unbekannte Perspektive bereichern. Aber auch durch das Studium im Major zieht sich die Interdisziplinarität wie ein roter Faden: Schließlich fordert der heutige Arbeitsmarkt eine ständige Anpassung an die Dynamik der sich verändernden Fachinhalte und Rahmenbedingungen. Absolventinnen und Absolventen der Leuphana Graduate School sind diesen Ansprüchen gewachsen und haben gelernt, den Blickwinkel zu wechseln.
Auf dem Weg zum Masterabschluss und zum Doktortitel bietet die Graduate School auch finanzielle Unterstützung: Zahlreiche, in dieser Vielfalt einzigartige Master- und Promotionsstipendien stehen für besonders qualifizierte und sozial engagierte Studierende zur Verfügung.
Herausragende akademische Leistungen im Masterstudium können darüber hinaus den Weg zum Doktortitel verkürzen. Dies wird ermöglicht durch den Fast Track, der es Masterstudierenden mit besonders gutem Bachelorabschluss freistellt, an den verpflichtenden Veranstaltungen des Promotionsstudiums teilzunehmen. Wertvolle Forschungsanreize, eine frühe Vernetzung mit Promovierenden, Betreuerinnen und Betreuern sowie nicht zuletzt die Anrechnung der bereits absolvierten Module auf ein eventuell folgendes Promotionsstudium liefern eine ideale Ausgangsbasis für die zügige Wissenschaftskarriere.
Teil einer Gemeinschaft zu sein bedeutet auch soziales Interagieren und gemeinsame schöne Erinnerungen. Die Leuphana Graduate School lädt daher Master- und Promotionsstudierende, Lehrende sowie Freunde und Förderer jährlich gegen Jahresende zu einem gemeinsamen Winterkaffee ein, im Sommer lassen wir das Semester mit einem Sommerfest ausklingen.
Wir freuen uns darauf, dass Sie Teil unserer Graduiertengemeinschaft werden!





