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Schwerpunkt Familie und GesellschaftSCHWERPUNKT
FAMILIE UND GESELLSCHAFT

Mobile "Singles" in der globalisierten Netzwerkgesellschaft

Im Rahmen des Projektes sollen drei zentrale Bereiche der gesellschaftlichen Entwicklung verknüpft werden:

  • Kultur
  • Arbeit und
  • Lebensführung.

Die allgemeine These dazu: Die „Kultur des Individualismus“, die seit langem für eine Reihe von Besonderheiten der „westlichen“ Entwicklung verantwortlich gemacht wird, hat sich in den letzten Jahrzehnten – mit dem Übergang zur Netzwerkgesellschaft – noch einmal deutlich gewandelt. Eine der Konsequenzen ist, dass die zentralen Lebensbereiche der Individuen, berufliche Arbeit und private Lebensformen, in einer historisch neuartigen Weise miteinander verknüpft und aufeinander bezogen werden. Es kommt zur Entwicklung einer zeittypischen Lebensführung, bei der die Abgrenzung zwischen Privatsphäre und beruflicher Sphäre sich immer mehr auflöst.

Die paradigmatische Figur dieser neuen Epoche ist der/das mobile und flexible Single. „Mobilität“ bezieht sich dabei immer stärker auf die globalisierte Kultur.

Vordergründig geht es deshalb um „Singles“: ihren Anteil an der Bevölkerung in verschiedenen Alters- und Berufsgruppen, die Bedeutung der Lebensform „Single“ im Rahmen der postmodernen Lebensführung, die Frage nach der zukünftigen Entwicklung des Verhältnisses von familialen und nichtfamilialen Lebensformen (z.B. Anstieg der Kinderlosigkeit). Die Lebensform „Single“ soll jedoch nur als Indikator eines grundlegenden kulturellen Wandels betrachtet werden.

Ziel

Grundlage für die Klärung der hier skizzierten Problemlage soll eine empirische Studie sein, die sich auf die Erfassung der biographischen Bedeutung der Lebensform „Single“ in ihrer ganzen Variationsbreite konzentriert und ihre steigende Bedeutung für Kultur und Ökonomie auslotet. In lebensgeschichtlichen („narrativen“) Interviews sowie einer ethnographischen Feldstudie soll die ganze Komplexität dieser Lebensform rekonstruiert werden.

Durchführungszeitraum

Die Laufzeit beträgt 1 Jahr (2010)

Gefördert durch

Forschungsförderung der Leuphana Universität Lüneburg.

Beteiligte Personen am Institut

Projektleitung


 

17.01.2013, tmueller