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Inkubator unterstützt Gründung eines Bau-Planungsbüros

© Leuphana

Pflegeheime und Sozialimmobilien baulich wiederbeleben – das setzt sich die meisterplan b GmbH in Lüneburg zum Ziel. Das Planungsbüro ist in Kooperation mit dem Innovationsverbund Nachhaltiger Mittelstand, einem Projekt des Innovations-Inkubators der Leuphana Universität Lüneburg, konzipiert worden und hat Anfang Januar 2012 seine Arbeit aufgenommen. Studierende der Leuphana haben das Konzept für das Planungsbüro im Rahmen von Bachelor-Arbeiten mit entwickelt und sollen anschließend als Mitarbeiter in dem Büro einsteigen.

„Gerade im Bereich der Gesundheitsimmobilien gibt es einen hohen Bestand an älteren und alten Gebäuden, die nicht den neuen Standards in der Versorgung entsprechen und mit hohen Betriebskosten verbunden sind“, sagt Holger Horn, der über langjährige Erfahrung in der Branche verfügt und Initiator und Geschäftsführer des Planungsbüros meisterplan B ist.  Eine Revitalisierung der Gebäude werde häufig  wegen der hohen Kosten für Architekten und Planer oder wegen der unüberschaubar wirkenden gesetzlichen Auflagen und Fördermöglichkeiten nicht angestrebt. Ein Neubau erscheine Betreibern und Investoren oft als die einfachere Lösung, meint Horn. 

„Zusammen mit BWL-Studierenden der Leuphana Universität Lüneburg, die im Studium einen Schwerpunkt auf die Immobilienwirtschaft setzen, habe ich ein Konzept erarbeitet, das den Kunden die Entscheidung für eine Revitalisierung einfacher machen soll.“ Anders als sonst üblich müssten sich die Eigentümer oder Betreiber nicht an mehrere Ansprechpartner wenden, sondern könnten bei dem Planungsbüro meisterplan b auf ein Netzwerk an Experten zugreifen und alle Leistungen - wie Vorstudien oder die Organisation der Bauleistungen und der Finanzierung - organisieren lassen. Außerdem entstünden den Kunden zunächst keine Planungskosten, erklärt Horn. „Erst bei weiterem Interesse wird eine Studie erstellt, die auch Kostensicherheit bringt und bei der nur ein überschaubarer Aufwand dazu vergütet werden soll."  

Intensive Recherche für Bachelor-Arbeiten

Ältere und alte Gebäude, die häufig den Vorteil einer zentralen Lage bieten, sollen auf diese Weise modernisiert werden. Meist müssen die Gebäude energetisch saniert werden, aber auch die Gestaltung unter sozialen Aspekten spielt eine Rolle. „Die Gebäude sollen nicht mehr den Krankenhausstil haben, sondern eher wie eine Wohngemeinschaft gestaltet sein, zum Beispiel mit Wohnküchen auf jeder Etage. Auch soll jeder Bewohner ein Einzelzimmer bewohnen können“, sagt Horn. Die Studierenden Julia Stabel, Claudia Dörrheide und Stefanie Riedewald haben sich im Rahmen von Praktika und für ihre Bachelor-Arbeiten intensiv in die relevanten Themen für Modernisierungsmaßnahmen von  Pflegeeinrichtungen – wie Gesetzen, Fördermöglichkeiten von Investoren und Pflegestandards – eingearbeitet. Sie haben sowohl die Betreiber von Pflegebetrieben als auch Unternehmen aus der Praxis sowie Architekten befragt. Auch eine Marktanalyse für das wirtschaftliche Potential des Planungsbüros hat eine Studierende vorgenommen.  

Horn: „Sowohl ich als Unternehmer als auch die Studierenden haben dabei sehr viel gelernt. Die Zusammenarbeit mit dem Innovations-Inkubator generell bringt mich voran. Als mittelständischer Unternehmen kann ich durch die vom Inkubator gebotene praxisorientierte Forschung Projekte angehen, die ich sonst nicht angehen kann.“ Auch Julia Stabel und Claudia Dörrheide, die nun als Mitarbeiterinnen in dem Büro einsteigen sollen, hat die Zusammenarbeit begeistert. „Ich war motiviert und hatte ganz viel Spaß und großes Interesse an dem Projekt. Die Mitarbeit an dem Projekt hat mir neue Wege und Türen für meine Karriere geöffnet“, sagt Julia Stabel.

Praxiserfahrung für die Studierenden

Ähnliche Resonanz kommt aus dem beteiligten Team des Innovations-Inkubators. „Es ist ein Glücksfall, dass Herr Horn mit seiner Geschäftsidee auf uns zugekommen ist. Die Studierenden lernen die Struktur von Unternehmen und die Praxis in den Unternehmen kennen, ihre Bachelor-Arbeit hat einen konkreten Bezug zu einem Wirtschaftsthema“, sagt Dr.-Ing. Armin Ohler, der in der Fakultät Wirtschaft der Leuphana Universität Lüneburg eine Professur für Tragwerksplanung, Baukonstruktion und Bauerhaltung hält. Der Innovations-Inkubator erfüllt mit der Kooperation und der Gründung des Planungsbüros meisterplan b eines seiner Ziele, nämlich Existenzgründungen in seinem Projektgebiet, dem ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg, zu fördern und neue, dauerhafte Arbeitsplätze in zukunftssicheren Bereichen zu schaffen und zu sichern. 
 
Die Webseite des Planungsbüros meisterplan B GmbH finden Sie unter www.meisterplanb.de
Weitere Informationen zum Unternehmerverbund „Nachhaltiger Mittelstand“ finden Sie unter www.leuphana.de/inami

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20.04.2012, zipperer