Post-Media Lab
Die Kunst des Mediengebrauchs in Zeiten digitaler Allgegenwärtigkeit
Das Post-Media Lab der Leuphana Universität Lüneburg beschäftigt sich mit dem zukunftsgestaltenden und kritischen Potenzial digitaler Medien, zumal diese heute weit in unseren vernetzten Alltag vorgedrungen sind. Ziel des internationalen Forschungsteams ist es, dem derzeitigen Wandel von gesellschaftlichen Partizipations- und Organisationsprozessen nachzuspüren sowie neue Interventionsformen zu ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sollen Menschen und (zivil-)gesellschaftliche Akteure als Reflexions- und Handlungswissen nutzen können.
Das Post-Media Lab kollaboriert mit dem Londoner Magazin Mute, welches seit 1994 unter dem Slogan „culture and politics after the net“ erscheint. Aus dieser Zusammenarbeit ergibt sich der kuratorische Kern des Post-Media Labs. Zusätzlich soll mit regionalen und internationalen Netzwerken aus dem Medien-, Kunst- und Wissenschaftsfeld zusammengearbeitet sowie zivilgesellschaftliche Akteure und außeruniversitäre Medienunternehmungen der Region eingebunden werden. Das Post-Media Lab arbeitet in einer dreigliedrigen Struktur:
- Gastforscher: Mindestens drei Visiting Fellows aus den Bereichen Kunst, Wissenschaft und Technologie forschen pro Halbjahr an der Leuphana. Das Post-Media Lab bietet ihnen die Möglichkeit sich kritisch mit aktuellen Fragen der Medien- und Netzkultur auseinanderzusetzen. Die hieraus gewonnenen Ergebnisse setzen die Visiting Fellows in eigenständigen Forschungsprojekten um.
- Translokale Öffentlichkeit: Eine gemeinsame Webseite als Dokumentationsumgebung sowie regelmäßige Diskussionsveranstaltungen, künstlerische Ausstellungen und thematische Publikationen machen die Arbeit des Post-Media Labs einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Übersetzung globaler Wissensströme in lokale Wissens- und Praxisfelder.
- Internationales Netzwerk: Das Post-Media Lab wird im Rahmen seiner Arbeit ein internationales Netzwerk aus kritischen Medien- und Kunstprojekten sowie gesellschaftspolitisch relevanten Positionen aufbauen. Dieses Netzwerk soll auch für andere Forschungs- und Lehrprojekte der Leuphana Universität Lüneburg, regionale Akteure sowie Interessierte zugänglich gemacht werden.
Fragen der Regierung, des Sozialen, der Organisation, des Handelns
Das „Visiting Fellows“-Programm ist der thematische Taktgeber dieser Arbeit. Es setzt sich aus vier Halbjahreszyklen mit folgenden Themenschwerpunkten zusammen:
- Connecting People Apart / Neue Regierungsweisen in Digitalen Netzwerken (Januar bis Juni 2012). Gastforscherinnen: Susanne Neubronner und Dr. Rasa Smite
- The Subsumption of Sociality / Die Vereinnahmung des Sozialen (Juli bis Dezember 2012)
- The Question of Organisation After Networks / Die Frage der Organisation nach dem Netz (Januar bis Juni 2013)
- Life vs Object, Comrade Things and Alien Life / Handeln innerhalb nicht-menschlicher Lebenswelten (Juli bis Dezember 2013)
Förderung der Kreativitätswirtschaft
Das Post-Media Lab wird errichtet von MANEC, dem Medienkunstmodul des EU-Regionalentwicklungsprojektes Innovations-Inkubator Lüneburg. Es fördert durch seine Arbeit auch die Kreativitätswirtschaft in der Projektregion, indem es Künstlern, Medienunternehmungen und Organisationen im ehemaligen Regierungsbezirk Lüneburg, die digitale Netzwerktechnologien für ihre soziale Kommunikation wie politische Organisation nutzen, unter anderem aktuelle Forschungsergebnisse anbietet. Des Weiteren versteht es sich als regionaler Ansprechpartner für Akteure mit zivilgesellschaftlicher und gesellschaftspolitischer Orientierung.
Das Medienkunstmodul steht in enger Kooperation mit dem Moving Image Lab, dem Kunstraum der Leuphana Universität Lüneburg, dem Projekt KIM aus dem Bereich "Projekte mit der Kreativitätswirtschaft" und dem Leuphana Arts Program. Darüber hinaus bietet es zahlreiche Schnittstellen zu weiteren Einrichtungen an der Leuphana.
Projektleitung

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