Nachhaltige Energie
Forscher leisten Beitrag zur Energiewende
Mehr Nachhaltigkeit erreichen – gerade bei der Nutzung von Energie. Dies ist das Ziel des Schwerpunktes „Nachhaltige Energie“ im Innovations-Inkubator Lüneburg. Drei große und eine Vielzahl kleinerer Projekte erforschen derzeit mit Förderung der Europäischen Union, wie sich Energie nachhaltig erzeugen, speichern und verteilen lässt. Die Wissenschaftler der Leuphana arbeiten hierfür mit internationalen Spitzenforschern zusammen; Unternehmen, Verwaltung und Organisationen aus der Region unterstützen sie. Die Ergebnisse ihrer Forschung leisten einen Beitrag zur Energiewende in Deutschland. Außerdem stärken sie die wirtschaftliche Entwicklung des Nordosten Niedersachsens, des Projektgebiets des Inkubators.
Biokerosin, Wärmespeicher und virtuelle Kraftwerke
Das Forschungsteam der Plattform zur nachhaltigen Biokerosin-Produktion entwickelt ein Konzept, wie sich Flugzeugkraftstoff wirtschaftlich tragfähig sowie ökologisch und sozial nachhaltig herstellen lässt. Das Kompetenztandem um Prof. Stefan Schaltegger und Prof. Alexandra-Marie Klein von der Leuphana sowie Prof. Robert Bailis von der Yale School of Forestry and Environmental Studies und Prof. Roger Burritt von der University of South Australia kooperiert mit dem Lüneburger Unternehmen Inocas.
Das Forschungsteam Thermische Batterie um Prof. Ruck und Dr. Schmidt arbeitet an einem neuartigen chemischen Wärmespeicher für Privathaushalte. Der geplante Prototyp soll 80 kWh Wärme auf nur 1 Kubikmeter Volumen nahezu verlustfrei speichern. Der Speicher dient als Ersatz klassischer Warmwasser-Speichertanks in Ein- und Mehrfamilienhäusern. Ziel der laufenden Forschung ist es, platzsparende, verlustarme und flexible Speichermodule zu geringen Produktionskosten zu entwickeln. Durch die frühzeitige Kooperation mit relevanten Industriepartnern soll ein hohes Maß an Marktorientierung erreicht werden. Das ökonomische Ziel des Kompetenztandems ist die Ausgründung eines mittelständischen Unternehmens zur Vermarktung und Weiter-entwicklung betriebsbereiter Wärmespeichermodule.
Das Projekt EnERgioN erforscht seit Anfang des Jahres 2012, wie sich virtuelle Kraftwerke für Strom aus erneuerbaren Energien erschaffen ließen. Diese Kraftwerke sollen kleine, dezentrale Stromerzeuger in der Region zusammenschalten, ihre Energie speichern und bei Bedarf regional weiterverteilen. Prof. Heinrich Degenhart, Experte für Finanzierung und Finanzwirtschaft, und Prof. Thomas Schomerus, Professor für Energie- und Umweltrecht, arbeiten hierzu in einem Kompetenztandem mit sechs Kollegen aus Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und den USA. Als Modellprojekt untersuchen sie am Elbe-Seitenkanal, wie sich das Schiffshebewerk Scharnebeck und die Schleuse bei Uelzen als Pumpspeicher nutzen lassen.
Auch Doktoranden und Studierende forschen
Kleinere Forschungsvorhaben zum Thema nachhaltige Energie verfolgen vier Promovierende der LeuphanaGraduate School. Bachelor-Studierende haben die Möglichkeit in den Semesterarbeiten der Leuphana College-Studien in der Praxis unter Begleitung eines Wissenschaftlers Lösungen für reale Probleme von Unternehmen aus der Region zu erarbeiten, etwa in Zusammenarbeit mit der Klimawerk Energieagentur in Lüneburg.
Weitere Forschungsvorhaben zu „Nachhaltiger Energie“ im Innovations-Inkubator Lüneburg starten in Kürze, darunter drei Gastprofessuren für internationale Wissenschaftler zu den Themen „Nachhaltigkeit und Umwelt“, „Nachhaltige Landwirtschaft“ sowie „Regenerativen Energie“.









