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Projekte mit der KreativitätswirtschaftPROJEKTE MIT DER
KREATIVITÄTSWIRTSCHAFT


Die Leuphana Universität Lüneburg akzentuiert Kunst, Medien und visuelle Kultur. Vor diesem Hintergrund zielen die „Projekte mit der Kreativitätswirtschaft“ im Rahmen des Innovations-Inkubators darauf ab, die Möglichkeiten  einer Universität zu nutzen, um bestimmte Teilbereiche des kulturellen und künstlerischen Sektors im nordöstlichen Teil von Niedersachsen zu stärken. Die verschiedenen Projekte sind in zwei Gruppen von Teilprojekten organisiert: KIM befasst sich mit der Produktion und Verbreitung sowie der Wert- und Preisbildung von zeitgenössischer Bildender Kunst, MANEC mit Medienkunst und Bewegtbildproduktion.

Teilprojekt KIM

KIM geht von einer internen Differenzierung des zeitgenössischen Kunstmarktes aus. Das Projekt konzentriert sich auf zwei von vier Marktsegmenten dieser Ökonomie eigener Art: zum einen auf junge Kunst beziehungsweise „emerging art“, zum anderen auf Avantgardekunst. Für diese Teilsysteme gilt es, vorhandene kreative Felder auszubauen und zu dynamisieren. KIM zielt dabei besonders auf die Vernetzung der in der Region angesiedelten professionellen Kunstwelt (Künstler/innen, Kurator/innen, Galeristen/innen, Sammler/innen, Kritiker/innen, Wissenschaftler/innen) mit dem internationalen Feld. Eine der auf akteursbezogener Ebene hauptsächlich verfolgten Absichten besteht darin, künstlerische Produzent/innen des geförderten Gebiets mit entsprechendem Potential bei ihrer überregionalen Behauptung zu unterstützen und ihre Chancen im Kunstfeld zu erhöhen.

Zu diesem Zweck werden Preise für herausragende künstlerische Entwürfe ausgelobt und von einer mit namhaften Expert/innen besetzten Fachjury vergeben. Der Anreiz liegt dabei vor allem in der Beteiligung am Ausstellungsprogramm von KIM. Es verbindet diese künstlerischen Positionen auf innovative Art und Weise mit den Arbeiten von etablierten Künstler/innen, kunstmarktbezogener Forschung und den aktuellsten thematischen Diskussionen. Die breite Vernetzung und hohe Sichtbarkeit der Beteiligten wird so zu einer wichtigen Basis ihrer besseren Distribution. Über den Mix aus künstlerischer und wissenschaftlicher Forschung, Publikationstätigkeit, Ausstellungen, Workshops mit Gastdozenten sowie Beratungsangeboten werden kunstmarkt- und gründungsrelevante Prozesse für die Region eingeleitet sowie entsprechende Kompetenzen gefördert und gestärkt. Das Teilprojekt KIM realisiert insgesamt vier Ausstellungen in Kooperation mit international vernetzten Kunstinstitutionen der Region. In den ersten beiden Jahren stehen dabei die Themen „Kunstmarkt“ sowie „Nachhaltigkeit und Nicht-Nachhaltigkeit“ im Vordergrund.

03.04.2013, zipperer