Social Entrepreneurship
Centre for Sustainability Management
Social Entrepreneurship bezeichnet unternehmerisches Handeln, dessen Ziele nicht (nur) im monetären Gewinn, sondern in besonderer Weise im gesellschaftlichen Nutzen liegen. Der englische Begriff „Social Entrepreneurship“ bezieht sich dabei auf eine Entwicklung, die maßgeblich aus der Praxis kommt. Egal, ob es um die Grameen-Bank und ihr Mikrokreditgeschäft geht, oder ob man an das Konzept von „Dialog im Dunkeln“ zur Integration von Blinden denkt: Gerade durch ihre innovative unternehmerische Praxis bringen Sozialunternehmer wie der Grameen-Gründer und Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus oder der Gründer des „Dialogs im Dunkeln“, Dr. Andreas Heinecke, den Kerngedanken von Social Entrepreneurship auf den Punkt: Nämlich die Idee, soziale oder ökologische Probleme durch innovative und unternehmerische Ansätze nachhaltig zu lösen.
Auch in der Wissenschaft findet das Praxis-Thema Social Entrepreneurship zunehmend Beachtung. Die Leuphana Universität Lüneburg nimmt in diesem Prozess innerhalb Deutschlands eine besondere Vorreiterrolle ein. Als erste deutsche staatliche Universität überhaupt hat sie mit der Einrichtung der Juniorprofessur für Social Entrepreneurship dieses noch junge Forschungs- und Lehrgebiet professoral besetzt. Social Entrepreneurship avanciert mithin zu einem wichtigen Zukunftsthema in der deutschen Wissenschaftslandschaft und sozialen Praxis. Das CSM der Leuphana Universität leistet zu dieser Entwicklung einen aktiven Gestaltungsbeitrag.
Die Juniorprofessur Social Entrepreneurship (zur Zeit vakant) stützt ihre Arbeit auf drei Säulen – Forschung, Lehre und Studierendenengagement. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung studentischer Social-Entrepreneurship-Projekte. Eine Schlüsselrolle spielt der neu gegründete „Social Change Hub“, kurz: SCHub. SCHub ist eine Plattform, die Studierende und Sozialunternehmer/innen zusammenbringt. Hier können Studierende im Sinne von Social Entrepreneurship eigene Projektideen erfinden und ausarbeiten. Die Unterstützung findet sowohl in Form von Workshops und Seminaren als auch durch persönliche Beratung und Betreuungsgespräche statt.
Praxisorientierung, Studierendenunterstützung und gute Lehre gehen dabei im Sinne eines Humboldt'schen Bildungsideals Hand in Hand mit eigenständiger Forschung.
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