Über das ICAM

Mit seinen vier Schwerpunktbereichen Kulturinformatik, ((audio)) Ästhetische Strategien, Medienkultur und Medientheorie folgt es einem historisch-epistemologisch ausgerichteten Programm, das sich durch ein spezielles Interesse an technischen und techno-ästhetischen Zusammenhängen auszeichnet.

Das ICAM geht der Frage nach, wie (digitale) Medientechniken auf Forschungs-, Erkenntnis- und Kulturalisationsprozesse einwirken. Es erforscht zudem den Wandel von Produktions-und Produktstrategien bei der Herstellung elektronischer Kommunikate und die damit einhergehenden neuen Verfahren ästhetischer Gestaltung in Ton und Bild. Das Institut setzt sich die Förderung von Medienkompetenz als einer essentiellen Kulturtechnik zum Ziel. Es widmet sich der Forschung und Lehre sowie der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Fachgebieten Digitale Medien/Kulturinformatik, Digitale Medien und Auditive Gestaltung, Medientheorie und Medienkultur.

Innerhalb seines interdisziplinär ausgerichteten Forschungsansatzes wird Medienwissenschaft am ICAM weniger als eine Disziplin begriffen, die sich durch einen Gegenstandsbereich (z.B. Popmusik, Massenmedien, Computergeschichte) konstituiert, sondern als Frage nach den je medialen Möglichkeiten und Bedingungen von Erkennen, Darstellen oder Forschen. Als erstes universitäres medienwissenschaftliches Institut in Deutschland widmet es sich dabei schwerpunktmäßig dem Bereich digitaler Medien. Es behandelt in Forschung und Lehre ein Themenspektrum, das - um nur einige Beispiele zu nennen - von der Mediengeschichte des Computers und des Internets hin zu Techniken digitaler Klangerzeugung und Musikproduktion, über sozio-politische Effekte von sozialen Netzwerken bis hin zu Aspekten digitaler Bilderzeugung und 'postmoderner' Theoriebildung reicht.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ICAM arbeiten an Projekten wie der Wissens- und Technikgeschichte der Computersimulation, zu kybernetischen Wahrnehmungsmaschinen und biologischen Computern, zu Supercomputing, Mikro-Makro-Relationen in sozialen Netzwerken, der Mediengeschichte der Medientheorie, Mediendispositiven auditiver Gestaltung, einer technikkulturellen Wissensgeschichte des Musikinstruments, zu Diskurstechniken an digitalen Bildern und zu Theorien des Internets.