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Abgeschlossene DissertationenABGESCHLOSSENE
DISSERTATIONEN

Dr. Julia Ahrens

Julia Ahrens, Jahrgang 1981, promovierte über die häusliche Internetnutzung von Paaren in Australien und Deutschland. Sie war Promotions-Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 2005 und 2006 Forschungsaufenthalte in Australien. 2007 Summer Doctoral Program Berkmen Center der Harvard University und des Oxford Internet Institutes. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Mediennutzung und Alltag, Gender Studies sowie Internet.  

Die Dissertation wurde veröffentlicht im Transcript Verlag.

Kontakt: ahrensjulia@web.de

Dr. Kathrin Friederike Müller

Kathrin Müller hat mit einer Studie zu "Frauenzeitschriften aus der Sicht ihrer Leserinnen – Die Rezeption von Brigitte im Kontext von Biografie, Alltag und Doing Gender" promoviert.

Die Studie beschäftigt sich mit der Rezeption der klassischen Frauenzeitschrift Brigitte. Sie fragt danach, wie bei der Aneignung Bedeutungen konstituiert werden. Damit beschreitet sie neue Wege in der Frauenzeitschriftenforschung, indem sie erstmals die Beziehung zwischen Gesellschaft, Geschlecht und Frauenzeitschriftenlektüre thematisiert. Theoretisch fundiert werden drei Ebenen der Rezeption erarbeitet: Die Studie untersucht Frauenzeitschriftenlesen als lebensgeschichtlichen Prozess, im Kontext von Alltag und Alltagshandeln sowie die (De-)Konstruktion von Geschlecht bei der Rezeption. Ihr liegt die Idee zugrunde, dass sich die Analyse der Aneignung von Frauenzeitschriften für die Untersuchung geschlechtsgebundenen Medienhandelns und zum Nachvollziehen von (Un-)Doing-Gender-Prozessen besonders eignet, weil in dem Medienangebot gesellschaftlich geteilte Entwürfe von Weiblichkeit und geschlechtsgebundene Interessen explizit thematisiert werden.

In einem qualitativen Design wurden medienbiografische Befragung, Leitfadeninterview und Copytest trianguliert. Auf Basis von 19 Tiefeninterviews mit Leserinnen von Brigitte entstand eine detaillierte ethnografischen Analyse der Aneignung von Frauenzeitschriften in unterschiedlichen biografischen und sozialen Kontexten. Die Befunde leisten einen einzigartigen Einblick in die Bedeutung geschlechtsgebundenen Medienhandelns. Sie machen deutlich, dass die Leserinnen das Medium als „Kompendium weiblicher Alltagskultur“ verstehen. Gender wird während der Rezeption performativ zum Ausdruck gebracht. Seine (De-)Konstruktion bestätigt sich als produktives, nicht aber als subversives Moment der Rezeption: Weiblichkeit wird aufgewertet, Zweigeschlechtlichkeit und damit auch Machtverhältnisse und Hierarchien werden jedoch fortgeschrieben.

Das Buch mit dem gleichnamigen Titel ist bei transcript in der Reihe Critical Media Studies erschienen.

Dr. Corinna Peil

Corinna Peil hat im Sommer 2010 ihre Promotion mit einer Dissertation über Mobilkommunikation in Japan abgeschlossen. Hierfür hat sie u.a. als Stipendiatin der Japan Society for the Promotion of Science (JSPS) an der University of Tokyo geforscht. Sie studierte Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie Film- und Fernsehwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum und der Université Libre de Bruxelles. Zu ihren Arbeitsgebieten gehören Mobilkommunikation und digitale Medien in Alltagskontexten, Cultural Media Studies, Rezeptions- und Aneignungsforschung sowie Fernsehen im gesellschaftlichen und medialen Wandel.

Die Dissertation wurde veröffentlicht im Transcript Verlag.

17.01.2013, kruse