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Maik Philipp von der Stiftung Lesen ausgezeichnet
18. Juni 2009
Erster „Wissenschaftspreis der Stiftung Lesen“ prämiert
Analyse eines zentralen Lese-Faktors: die Peer Group
Für seine empirische Arbeit an der Leuphana Universität Lüneburg zur
Leseorientierung von Fünftklässlern erhielt der Kulturwissenschaftler Maik
Philipp jetzt in Mainz die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung.
Mainz, 16. Juni 2009 – „Lesen, wenn anderes und andere wichtiger werden“, hat der Lüneburger Kulturwissenschaftler Maik Philipp (30) seine „empirischen Erkundungen zur Leseorientierung in der peer group bei Kindern aus fünften Klassen“ überschrieben, für die er am 16. Juni 2009 in Mainz mit dem erstmals verliehenen „Wissenschaftspreis der Stiftung Lesen“ ausgezeichnet wurde. Der Preis wird künftig im Zweijahres-Rhythmus vergeben und ist mit 3.000 Euro dotiert. Er möchte zum einen Forscherinnen bzw. Forscher fördern, die indiesem wichtigen Bereich Innovatives leisten, zum anderen ihre wertvollen Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen.
Maik Philipps Magisterarbeit trage dazu bei, so die Jury der Stiftung Lesen in ihrer Begründung, eine „Perspektivenverschiebung in der Leseförderung“ zurechtzurücken: „Die Leseforschung hat sich bisher primär auf die Familie und die Schule als zentrale Instanzen der Lesesozialisation konzentriert, die Gleichaltrigen jedoch nur wenig in den Blick genommen.“ Die Jury unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Aufenanger, Wissenschaftlicher Berater der Stiftung Lesen und Professor für Medienpädagogik an der Universität Mainz, hebt das „anspruchsvolle Forschungsdesign“ der Untersuchung auf Grundlage einer Befragung von 492 Fünftklässlern hervor und betont: „Die Studie eröffnet neue Perspektiven für die Leseförderung, indem sie die Chancen aufzeigt, Freundinnen und Freunde von Kindern aktiv in die Leseförderung einzubeziehen.“ Gleichzeitig belege die Untersuchung die Bedeutung der Lesesozialisations-Faktoren „Familales Leseklima“, „soziale Herkunft“ sowie„Geschlecht“. Das Fazit der Jury: Der Autor habe „eine wissenschaftlich fundierte sowie auch für die Praxis der Leseförderung bedeutsame Arbeit vorgelegt.“ Maik Philipp weitet derzeit den Forschungsansatz seiner Magisterarbeit im Rahmen einer Promotion an der Leuphana Universität Lüneburg aus.
Der Wissenschaftspreis der Stiftung Lesen wird 2011 erneut verliehen: Er zeichnet hervorragende deutsch- oder englischsprachige akademische Qualifikationsarbeiten aus, die sich mit dem Lesen im Kontext der Mediengesellschaft beschäftigen. Bewerbungen für die kommende Verleihung können bis zum 01. Februar 2011 eingereicht werden. Voraussetzungist, dass die Arbeit bei einer Hochschule als Bachelor-, Master-, Magister-, Diplom-, Staatsexamensarbeit oder als Dissertation eingereicht und das entsprechende Qualifikationsverfahren im Jahr 2009 bzw. 2010 erfolgreich abgeschlossen worden ist.


