Das Institut für Psychologie

Einleitung

Dem Leitbild einer modernen Universität folgend sehen wir die drei Teilbereiche Lehre, Forschung und Transfer als bedeutsame und miteinander verbundene Teilaspekte wissenschaftlicher Tätigkeit an. Einige Institutsmitglieder arbeiten in der Grundlagenforschung. Der andere Teil beschäftigt sich mit angewandten Fragestellungen, die dem Ziel verpflichtet sind, wissenschaftliche Erkenntnisse für Praxis und Gesellschaft nutzbar zu machen. Die erfolgreiche Tätigkeit des Instituts für Psychologie spiegelt sich u.a. darin wider, dass durch die Forschungs- und Transferaktivitäten der Institutsmitglieder in den letzten fünf Jahren Drittmittel in Millionenhöhe eingeworben werden konnten.

Welche Beiträge das Institut für Psychologie in den Bereichen Lehre, Forschung und Transfer leistet, wird im Folgenden skizziert. Einzelheiten entnehmen Sie bitte den verlinkten Seiten.

Lehre

Die Lehre des Instituts für Psychologie erstreckt sich auf zahlreiche Studiengänge. Schwerpunkte in der Lehre bilden Angebote für verschiedene Lehramtsstudiengänge (Lehrämter an Grund-, Haupt- und Realschulen (B.A. und M.Ed.) sowie Lehramt für Berufsbildende Schulen Fachrichtung Sozialpädagogik (B.A. und M.Ed.), der Major Psychologie (Grundlagen) sowie Bildungswissenschaft (M.A.).

In allen Studiengängen treten wir für eine kompetenzorientierte Lehrtätigkeit ein. Die Bereitstellung von inhaltlichem und methodischem Wissen zum Erreichen professioneller Kernkompetenzen im Sinne der Bildungsstandards ist ebenso Ziel und Bestandteil der Lehre des Instituts wie das gezielte Training personaler, sozialer und methodischer Kompetenzen. In ihrer Gesamtheit entspricht die Lehre der Institutsmitglieder der Leitidee, dass professionelle Kompetenzen durch die folgenden drei Lehr-Komponenten gefördert werden. Eine profunde und evidenzbasierte Wissensbasis bildet die unverzichtbare Grundlage professioneller Kompetenz. Neben konkreten professionsbezogenen Erkenntnissen der Psychologie steht die Ausbildung eines Verständnisses für die wissenschaftliche Methodik als ein weiteres Ziel in der Lehre. Wir vermitteln ein Grundverständnis für Methoden der Psychologie, weil dies die Basis für ein selbst gesteuertes und reflektiertes Aufnehmen neuer wissenschaftlicher Ergebnisse nach Abschluss der universitären Ausbildung darstellt.

Die Selbststeuerung von Lernprozessen wird durch die Lehraktivitäten der Institutsmitglieder bereits während des Studiums durch entsprechende Lehrangebote und besondere didaktische Konzeptionen angeregt. Gefördert wird insbesondere die Selbst- und Fremdreflexion von Lern- und Transferprozessen, die auch ggf. als Studienleistung anerkannt wird.

Darüber hinaus wird in speziellen Projekt- und Trainingsseminaren überprüft, inwieweit ein Transfer erworbener Kompetenzen in den Alltag bzw. die professionelle Praxis der Studierenden gelingt. Die Institutsmitglieder betreiben Qualitätssicherung insofern, als sie in jedem Semester an der freiwilligen studentischen Lehrevaluation teilnehmen, um die Ziele, Inhalte und Methoden ihrer Lehrtätigkeit zu reflektieren und um ggf. weitere Erfordernisse zu erkennen, die in der Gestaltung ihrer Lehre zu berücksichtigen sind.

Forschung

Aktuelle und zukunftsbezogene Fragestellungen stehen hinter einer umfassenden Forschungstätigkeit, deren Facettenreichtum auch den Studierenden in Form thematisch vielfältiger Lehrangebote sowie der Möglichkeit der aktiven Beteiligung am Forschungsprozess zugute kommt. Ziel ist, sowohl anwendungsbezogenes als auch grundlagenorientiertes Wissen bereitzustellen. Die Forschungsaktivitäten der Institutsmitglieder decken die verschiedenen Analyseebenen der psychologischen Forschung ab: Individuumsbezogene Fragestellungen finden bei uns ebenso Berücksichtigung wie Themen der Gruppen- und Organisationsforschung. Insgesamt gruppieren sich die Forschungsaktivitäten im Institut für Psychologie vor allem um drei Schwerpunkte:

Lehrerbildung und Schulberatung

Dieser Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich mit individuellen und organisationalen Aspekten der Schule. Möglichkeiten zur Förderung individueller professioneller Kompetenzen bei Lehrkräften und des Transfers solcher Kompetenzen von der universitären Ausbildung auf die berufliche Praxis stehen in diesem Bereich ebenso im Mittelpunkt wie die Initiierung, Unterstützung und Evaluation von organisationalen Entwicklungsprozessen („Change Management“). Wie sich die Erkenntnisse aus der psychologischen Lehrer- und Schulforschung auf andere institutionelle Kontexte verallgemeinern lassen, stellt eine weitere Fragestellung dar. Details zu den Forschungsaktivitäten der Institutsmitglieder in diesem Schwerpunktbereich finden Sie hier.

Förderung von Gesundheit und Bildung

Gesundheit und Bildung beeinflussen sich wechselseitig. Dies gilt auf individueller wie auch auf institutioneller Ebene. Seit Jahren bilden Forschungs- und Transferprojekte zur Förderung der Gesundheit und der Qualität von Bildungsprozessen einen Forschungsschwerpunkt des Instituts. Die aus diesen Forschungsaktivitäten resultierenden Erkenntnisse werden für die Gestaltung von leistungsfördernden und gesunden Arbeits-, Lehr-, Lern- und Lebensbedingungen genutzt. Ebenso wie der Bereich Lehrerbildung und Schulberatung hat auch dieser Forschungsschwerpunkt zum Ziel, Erkenntnisse auf der Ebene von Individuen, Gruppen und Organisationen zu gewinnen und zu integrieren. Einzelheiten zu den konkreten Forschungsaktivitäten der Institutsmitglieder in diesem Schwerpunktbereich finden Sie hier.

Entwicklungsprozesse und Entwicklungsförderung

Die psychologische Analyse und Gestaltung individueller Lern- und Entwicklungsprozesse bildet einen weiteren Forschungsschwerpunkt der Institutsmitglieder. Im Zentrum des Interesses steht hier der Verlauf von Lern- und Entwicklungsprozessen von Kindern und Jugendlichen, seine Diagnose sowie die Faktoren in Elternhaus und Schulorganisation, die dafür verantwortlich sind. Auf diesen Analysen basieren Empfehlungen und Projekte, etwa zur kognitiven Förderung. Eine genauere Beschreibung der Forschungsaktivitäten der Institutsmitglieder in diesem Schwerpunktbereich finden Sie hier.

Transfer

Gemeinsame Projekte zwischen dem Institut für Psychologie und externen Organisationen bilden die dritte Säule der Aktivitäten der Institutsmitglieder. Nach dem Verständnis des Instituts für Psychologie stehen Forschung und Transfer in sehr engem Zusammenhang. Demzufolge bilden u.a. die eigenen Forschungsprojekte den Hintergrund für die Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf Praxisfelder. Transferaktivitäten beziehen sich auf unterschiedliche Bereiche: Individuen stehen dabei ebenso im Zentrum des Interesses wie Gruppen bzw. Institutionen (Schulen, Unternehmen etc.). Die Beratung nationaler und internationaler politischer Institutionen zu den Forschungsbereichen der Institutsmitglieder stellt einen weiteren Bereich der Transferaktivitäten dar.