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Halbzeit im Forschungsprojekt Backsteinstadt Lüneburg (2010-2013)

20. Januar 2012 Einblicke in die Zusammenarbeit - Stand der Dinge.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit in einem Forscherteam mit so unterschiedlichen Fachrichtungen wie Archäologie, Kulturgeographie, Mineralogie? Es ist Halbzeit beim Forschungsprojekt "Die wirtschaftlich-kulturelle Bedeutung des Rohstoffs Ton für die Backsteinstadt Lüneburg", das im Mai 2010 startete - Anreiz für eine Zwischenbilanz. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Forschungslücken im Bereich der Lüneburger Töpferei- und Ziegeleiproduktion zu schließen und erstmals zusammenzuführen. Gleichzeitig soll die herausragende Rolle des Tons als Rohstoffquelle für die Hansestadt Lüneburg hervorgehoben und der Themenbereich am in Bau befindlichen Museum Lüneburg verankert werden.

Ton hat seit dem späten 13. Jahrhundert für Lüneburg eine große Bedeutung: Die ersten Backsteinbauten stammen aus dieser Zeit und weitere prägen bis heute das Stadtbild. Hinzu kommen zahlreiche bedeutende Funde feinkeramischer Erzeugnisse aus Töpfereien der Frühen Neuzeit. Hervorzuheben ist der Umstand, dass auf engstem Raum eine Vielzahl an Tonlagerstätten aus erdgeschichtlich unterschiedlichsten Epochen genutzt werden konnte. Das Projekt ist Teil des von der VolkswagenStiftung initiierten Förderprogramms zur Stärkung der Forschung an Museen mit dem Ziel einer besseren Vernetzung von Museen mit anderen forschenden Institutionen. Die Projektkoordination ist beim Naturwissenschaftlichen Verein Lüneburg angesiedelt. Geplanter Bestandteil der ersten Projekthälfte waren drei Workshops, deren Inhalte hier umrissen werden. Weitere Einzelaktivitäten, die bis jetzt stattfanden, werden zusammenfassend erläutert und eine Bilanz der bisher geleisteten Arbeiten gezogen.

23.04.2012, IfSK