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Informationen zum Fach KVOINFORMATIONEN ZUM FACH KVO

Informationen zum Fach KVO im Kontext des Magisterstudienganges Angewandte Kulturwissenschaften


Der folgende Text beruht auf Ausschnitten aus der Beschreibung zum Magisterstudiengang Angewandte Kulturwissenschaften.
 
Das aktuelle Modell der Angewandten Kulturwissenschaften in Lüneburg beruht auf zahlreichen Optimierungen. Die jüngsten Veränderungen erfolgten in den Studien- bzw. Prüfungsordnungen 2003. Die Studienpläne sehen eine Gliederung in ein Grund- und ein Hauptstudium vor. Das Grundstudium schließt mit der Magisterzwischenprüfung ab, die nach vier Semestern erfolgt. Das Hauptstudium beträgt fünf Semester. Die Prüfungen können, sofern die für die Zulassung erforderlichen Leistungen vorliegen, auch früher abgelegt werden. Sogenannte "Freiversuche" zur Beschleunigung des Studiums sind sowohl im Grund-, als auch im Hauptstudium möglich.
 
Die zu wählende Teilfächerstruktur umfasst insgesamt ein Hauptfach, zwei Nebenfächer und einen als Allgemeinqualifizierenden Grundblock bezeichneten Bereich (vgl. Graphiken I und II). Während ein Praktikum mittlerweile in vielen Studiengängen deutscher Universitäten verankert ist, handelt es sich bei der Integration von berufsfeldorientierenden Nebenfächern bzw. der Einrichtung eines Allgemeinqualifizierenden Grundblocks um eine Besonderheit in der Verankerung des Praxisbezugs auch im Rahmen der Neuen Kulturwissenschaften. Zu den Besonderheiten des Lüneburger Modells zählt die Untergliederung des Hauptfaches, ein Strukturmerkmal, das auf eine Erhöhung der Interdisziplinarität des Studiums zielt. Das Hauptfach besteht aus zwei Teilen, die als "Studiengebiete des Hauptfaches" bezeichnet werden. Erstes und zweites Studiengebiet des Hauptfaches sind aus einem Spektrum zu wählen, das insgesamt sieben Teilfächer umfasst. Gewählt werden können die folgenden Studiengebiete: Betriebswirtschaftslehre, Kunst- und Bildwissenschaften, Kulturgeographie, Kulturtheorie, Musik, Sozial- und Kulturgeschichte, Sprache und Kommunikation.
 
Das erste Nebenfach kann aus einem Spektrum von fünf Teilfächern ausgewählt werden. Es hat wie bereits aus seiner Bezeichnung als "Berufsfeldorientierender Bereich" hervorgeht, auch die Funktion, den Praxisbezug im Hinblick auf wichtige zeitgenössische Berufs- und Tätigkeitsfelder zu sichern. Mit den eingerichteten Fächern wurde einerseits dem gesellschaftlichen Bedeutungszuwachs von Medien, Kulturindustrie und symbolischer Ökonomie Rechnung getragen, andererseits aber auch ein spezielles wachstumsorientiertes Berufsfeld gesondert berücksichtigt.
 
Eines der Teilfächer ist das Fach Kulturvermittlung und Kulturorganisation. Es zielt auf die Vermittlung von Wissen, Kompetenzen und Fertigkeiten, die als Voraussetzungen für die Übernahme von Tätigkeiten im Bereich der Vermittlung und des Managements in Feldern der kulturellen Produktion (Kunst, Film, Musik, Literatur/Theater), in Unternehmen, die sich im kulturellen Bereich engagieren, in Kulturstiftungen sowie in der Kulturadministration anzusehen sind.
 

Es weist drei Schwerpunkte auf:
 
a) Felder und Institutionen der kulturellen Produktion: Vermittelt werden in diesem Zusammenhang Fachkenntnisse im Hinblick auf Rahmenbedingungen, Strukturen und Funktionsmechanismen der Felder der kulturellen Produktion (Kunst, Film, Musik, Literatur-/Theater), deren unterschiedliche Ausgestaltung in verschiedenen Ländern sowie deren Veränderung in Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Wandel. Behandelt werden auch die für die Produktion, Bewahrung, Inszenierung, Vermittlung und Rezeption von Kultur maßgeblichen öffentlichen und privaten Institutionen.
 
b) Kulturvermittlung: Hier stehen Fachkenntnisse und Methoden im Hinblick auf Darstellung/Inszenierung und Distribution der kulturellen Produktion sowie deren Kommunikation und Kritik in (Fach)Medien im Vordergrund. Neben künstlerischen Berufsrollen werden kulturelle Vermittlungsberufe, deren Anforderungsprofile und institutionelle Kontexte behandelt sowie Methoden und Fertigkeiten erworben, welche die Arbeit in diesen Berufen ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Theorie und Forschung zur Rezeption und zum sozialen Gebrauch von Kultur durch individuelle, aber auch kollektive Akteure, wie Staat und Unternehmen.
 
c) Kulturorganisation: Thematisiert werden im Fach schließlich die Konzeption, Organisation, Realisierung und Vermarktung kultureller Ereignisse und Projekte.
 
Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Fragen der Kulturförderung und -verwaltung. Außerdem sind Organisationstheorie, Kulturfinanzierung sowie Projektkonzeption und -management von besonderem Interesse.

18.12.2007, ikkk