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PhilosophiePHILOSOPHIE


Lange Jahre wurde die Philosophie an der Universität Lüneburg geprägt durch die Lehr- und  Forschungstätigkeit von Prof. Dr.  Hermann Schweppenhäuser. Nach dessen Emeritierung übernahm 1997 Prof. Dr. Christoph Jamme die Professur für Theoretische Philosophie in den Angewandten Kulturwissenschaften. Nach Studium der Germanistik, Philosophie und Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft promovierte Jamme an der Ruhr-Universität Bochum mit der Arbeit "Ein ungelehrtes Buch". Die philosophische Gemeinschaft zwischen Hölderlin und Hegel in Frankfurt 1797-1800. Danach war er zunächst wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hegel-Archiv der Ruhr-Universität Bochum. 1989/90 folgte ein Fellowship am Netherlands Institute for Advanced Study (NIAS) und 1990 die Habilitation in Bochum mit der Arbeit "Gott an hat ein Gewand". Grenzen und Perspektiven philosophischer Mythos-Theorien der Gegenwart. Von 1994-1997 war Jamme Professor für Geschichte der Philosophie mit besonderer Berücksichtigung des Deutschen Idealismus an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Im Zuge der Neuausrichtung der Leuphana Universität Lüneburg wurde dann eine weitere Professur für Praktische Philosophie eingerichtet, die seit dem Wintersemester 2010/11 mit Prof. Dr. Michael Schefczyk besetzt ist. Michael Schefczyk ist Philosoph und Ökonom und hat sich insbesondere im Bereich der Politischen Philosophie profiliert. In Kürze erscheint mit "Verantwortung für historisches Unrecht" sein fünftes Buch. Schwerpunkt seiner philosophiehistorischen Interessen ist die britische Philosophie des neunzehnten Jahrhunderts, insbesondere John Stuart Mill. Zu seinen besonderen Anliegen an der Leuphana Universität Lüneburg gehört, den Austausch zwischen der kontinentaleuropäischen und der angelsächsischen Philosophietradition zu stärken.

Die Juniorprofessur des Faches wurde für Kulturphilosophie mit besonderer Berücksichtigung der Kunstphilosophie ausgeschrieben und im letzen Jahr mit Dr. Yvonne Förster-Beuthan neu besetzt. Jun.-Prof. Dr. Yvonne Förster-Beuthan hat an der TU Chemnitz und der Friedrich-Schiller-Universität Jena Philosophie, Romanistik und Germanistik studiert und an der FSU Jena im Fach Philosophie zur modernen Zeitphilosophie promoviert. Nach einer Gastprofessur für Ästhetik an der Bauhaus-Uni Weimar ist sie seit 2010 Juniorprofessorin für Kultur- mit Schwerpunkt Kunstphilosophie in Lüneburg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Kunstphilosophie, Modetheorie, Interkulturalität und Zeitphilosophie. Sie ist an einem internationalen Projekt in Kooperation mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Monash-University Melbourne zur Aktualität der Romantik beteiligt. Derzeit in Planung ist ein Projekt zu den anthropologischen Grundlagen ästhetischer Erfahrung, das darauf abzielt, die Konsequenzen evolutions- und neuroästhetischer Erkenntnisse auf ihre künstlerisch und kulturell wirksamen Implikationen hin zu untersuchen.

Dr. Kerstin Andermann und Dr. Steffi Hobuß sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen im Bereich Philosophie.  Dr. Kerstin Andermann studierte Literaturwissenschaft, Soziologie und Philosophie an der Universität Bielefeld, hatte dann ein Promotionsstipendium am DFG-Graduiertenkolleg "Bild-Körper-Medium. Eine anthropologische Perspektive" an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung/ZKM Karlsruhe. Sie promovierte im Fach Philosophie an der Universität Potsdam und war Felölow am Institute of Germanic & Romance Studies der University of London School of Avanced Study. Seit 2009 lehrt sie in Lüneburg in den Bereichen Phänomenologie, Philosophische Anthropologie, Poststrukturalismus, Kulturphilosophie, Ästhetik. Ihre aktuellen Forschungsinteressen liegen im Bereich der Philosophien des Körpers und der Leiblichkeit, der Lebens- und Lebendigkeitsbegriffe in Anthropologie, Ethik, Ästhetik und im Bereich der Kulturphilosophie. Frau Andermann plant die Habilitation im Bereich Philosophie/Kulturwissenschaften.

Dr. Steffi Hobuß ist seit 1996 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Lüneburger Universität. Sie promovierte 1994 bei Eike von Savigny an der Universität Bielefeld mit einer Arbeit über Wittgenstein. Sie ist derzeit stellvertretende geschäftsführende Direktorin des Institut für Kulturtheorie, Kulturforschung und Künste. Von September – November 2010 hatte sie ein Gastprofessur an der Universität Karlstad, Schweden, inne. Ihre Arbeitsgebiete sind Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie, Ästhetik und Literaturtheorie, Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte, Wittgensteinforschung, Feministische Theorie und gender studies, Interkulturelle Studien. Ihr Habilitationsprojekt trägt den Titel: Visuelle Wahrnehmung seit Platon und Aristoteles. Eine Kritik der Theorie des Sehens.

Im Wintersemester 2010/2011 ist der erste eigenständige Minor (Nebenfach-) Studiengang Philosophie im Leuphana College mit großem Erfolg gestartet.

06.07.2011, ikkk