Habilitanden & Doktoranden
Robert Peper
Seit Dezember 2011 Doktorand zum Thema "Soziale Netzwerkanalyse von Kunst und Kultur".
Betreuung: Prof. Dr. Volker Kirchberg
Insa Winkler
Seit August 2010 Doktorandin zum Thema "Methoden und Strategien der Sozialen Plastik als Kommunikation von Nachhaltigkeit".
Robin Kuchar
Seit November 2009 Doktorand zum Thema "Musik, Creativity & Urbanität", Faktoren musikalischer Produktion im urbanen Raum.
Betreuung: Prof. Dr. Volker Kirchberg
Constanze Klotz
Seit Juli 2007 Doktorandin zum Thema Kreative Ökonomien und Stadtentwicklungsprojekte
(„Strategische Kreativplanung“ der Stadt: Die Internationale Bauausstellung (IBA) Hamburg).
Betreuung: Prof. Dr. Volker Kirchberg ; PD Dr. Ulf Wuggenig
Einige Wörter über Constanze Klotz' Doktorarbeit :
Im Mittelpunkt des Promotionsvorhabens steht die verkürzte, verräumlichte Nutzung des Kreativitätsbegriffes für Stadtentwicklungspolitische Interessen - eine Praxis, die in Metropolen rund um den Globus auf nahezu inflationäre Weise Verwendung findet. Das Untersuchungsbeispiel der Internationalen Bauausstellung (IBA) Hamburg reiht sich in diese Nutzung ein. Von der Stadt Hamburg als Instrument zur Umsetzung des Leitbildes „Sprung über die Elbe“ ins Leben gerufen, kommt ihr die Aufgabe zu, im Zeitraum von 2007 bis 2013 eine Revitalisierung der Hamburger Elbinseln Wilhelmsburg und Veddel zu leisten. Neben einem Fokus auf bauliche Projekte gehören zur Umsetzung auch “strategische Kreativplanungen“, die im IBA-Projekt „Kreatives Quartier Elbinsel“ Gestalt annehmen. Ziel des Promotionsvorhabens ist es, verschiedene Planungsansätze und damit verbundene Nutzungsverständnisse von Kreativität im Stadtentwicklungskontext offen zu legen. Die Realisierbarkeit sowie mögliche Konsequenzen praktizierter Kreativplanungen sollen am Beispiel der IBA Hamburg untersucht werden.
Die Grundlage des Dissertationsvorhabens bilden jene Kreativitätsdiskurse, die eine auf den urbanen Raum fokussierte Nutzungsweise von Kreativität aufweisen und sich anhand von Personen-, Raum- oder Standortgebundenen Konzepten darstellen lassen (Creative Class (Florida 2002), Creative City (Landry 2004), creative Metropolis (Helbrecht 1998), kreative urbane Milieus (Merkel 2009; Heßler/Zimmermann 2008), Neo-Bohemia (Lloyd 2005). Die in jüngster Zeit entstandenen Ansätze zur Umsetzung dieser Diskurse sollen als „strategische Kreativplanungen“ in ihrer Gesamtheit zusammengeführt und anhand internationaler Beispiele typologisiert werden. Ihr enormer Wirkungsradius reicht dabei von Entrepreneur- und Festivalisierungsmaßnahmen (Häußermann 1993) über Kontextsteuerungen bis hin zu progressiven Strategien (Grodach/Loukaitou 2007), die allesamt eine Plan- oder Steuerbarkeit von Kreativität im Sinne der Urban Governance suggerieren. Obwohl oder gerade weil der Begriff dabei weitestgehend als „Leerformel“ (Topitsch 1960) gebraucht wird, sind vielfältige negative Konsequenzen zu beobachten, die offen gelegt und auf Folgeprozesse wie Gentrifzierung oder die zunehmend kulturelle Homogenisierung von Städten untersucht werden sollen.
Die gewonnenen Erkenntnisse zu Ansätzen und Konsequenzen „strategischer Kreativplanung“ sollen schließlich am Fallbeispiel IBA Hamburg untersucht werden. Das Instrument IBA hat sich im Verlauf seiner mehr als 100jährigen Genese nicht nur von einer Bau-Ausstellung im engeren Sinne zu einem thematisch breit gefächerten Strukturprogramm entwickelt, sondern auch seine Besonderheit als ‚Experimentierraum auf Zeit’ durch den Erfolgsdruck von inhaltlichen und zeitlichen Zielvorgaben streckenweise eingebüßt (Vgl. M:AI 2007: 22). In der Hamburger Praxis trifft der Realisierungsdruck des entwicklungspolitischen Leitprojektes „Sprung über die Elbe“ dabei auf das prozesshafte und ergebnisoffene Selbstverständnis der IBA. Für das Promotionsvorhaben sollen die Kreativplanungen der IBA Hamburg und die dem Format geschuldeten Erwartungen an ein experimentelles Vorgehen in den Fokus gerückt werden:
- Welche Methoden strategischer Kreativplanung sind vorherrschend? Welches Kreativitätsverständnis zeichnet sich in den Maßnahmen der IBA Hamburg ab?
- Wie „wirksam“ sind die Kreativstrategien der IBA Hamburg hinsichtlich ihres Postulates der Initiierung einer „nachhaltigen kreativen Quartiersentwicklung“?
- Welche Möglichkeiten der Intervention aus stadtentwicklungspolitischer Sicht sind für das Steuerungsparadoxon der Kreativität erkennbar?
Das Forschungsdesign des Promotionsvorhabens sieht eine qualitative empirische Datenerhebung über Experten- und ggf. Fokusgruppeninterviews vor. Das Forschungsvorhaben wird durch die aktive Mitarbeit der Autorin in der IBA Hamburg gestützt, wo diese seit März 2007 für das Querschnittsprojekt „Kreatives Quartier Elbinsel“ tätig ist.
Jan Sas
Seit Dezember 2006 Doktorand zum Thema Satisfaction in Museum Visits (in English)
Betreuung: Prof. Dr. Volker Kirchberg
A few words about Jan Sas’ PhD project:
In his dissertation Mr. Sas will concentrate on the repeat visitor of museums and the causes for his/her satisfactory experiences while repeating these visits. Only recently museums became aware that their visitors have needs and expectations that they are obliged to understand and meet. Satisfying museum experiences can be museum based and visitor based. Museum based experiences are grounded in the concept of (conceived) identity that a museum is trying to communicate by means of objects, content, points of view (etc.). Visitor based experiences are grounded in the concept of identity of a museum perceived by the visitor(s). Although perceived identity can be interpreted as a passive attitude it also includes the active behavior of the visitor within and towards the museum, especially the importance of expectations towards the museum (this is the focus of his repeat visitor survey). Empirically, Mr. Sas will focus on the satisfying impact of selected exhibitions in three kinds of museums: art museums, history museums and life & science museums. kind of satisfaction do visitors distinguish in exhibition related museum visits?


