Politik und Nachhaltige Entwicklung

Wie lassen sich Gesellschaft und Wirtschaft vorausschauend gestalten und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen stabilisieren? Die Co-Optimierung ökonomischer, sozialer und ökologischer Entwicklungen ist die Kernfrage einer nachhaltigen Politik. An der Professur für Nachhaltigkeitspolitik wird diese ebenso wissenschaftlich wie praktisch grundlegende Fragestellung in Forschung, Lehre und Beratung bearbeitet. Drei Themenfelder stehen dabei im Mittelpunkt:
Institutionalisierung von Nachhaltigkeitspolitik
Die Institutionalisierung von Nachhaltigkeit im politisch-administrativen System stellt aufgrund ihres besonderen Charakters als Querschnittsthema, als regulative Idee und als integratives Prinzip eine besondere Herausforderung für Praxis und Analyse dar. In diesem Arbeitsschwerpunkt wird der Frage nachgegangen, inwieweit Nachhaltigkeitspolitik im öffentlichen Sektor institutionalisiert ist und wie eine weiter gehende Institutionalisierung gestaltet werden kann.
Nachhaltigkeitspolitik und Wirtschaft
Wirtschaft als gesellschaftliches Produktions- und Konsumptionssystem ist aufgrund seiner Ressourcen transformierenden Funktionsweise der wahrscheinlich wichtigste Gegenstand nachhaltigkeitspolitischer Regulierung und Gestaltung. Im Mittelpunkt der Forschung zu diesem Schwerpunktthema steht die Frage nach Effizienz und Effektivität nachhaltigkeitspolitischer Regulierung und Gestaltung auf die Wirtschaft (Unternehmen und Konsumenten).
Nachhaltigkeitspolitik als Kommunikations-, Konflikt- und Kooperationsprozess
Aufgrund des Querschnittscharakters der Nachhaltigkeitspolitik und seiner normativen auf gesellschaftliche Transformationsprozesse angelegten Ausrichtung wird kommunikativen und kooperativen Ansätzen ein besonderer Stellenwert für die nachhaltige Entwicklung zugeschrieben. Nachhaltigkeitspolitik kommt dabei die Aufgabe zu, nachhaltigkeitsorientierte Kommunikations- und Kooperationsprozesse zielgerichtet zu initiieren und mitzugestalten, um Konflikte antizipativ zu vermeiden bzw. existierende Konflikte zu lösen (z.B. Mediation) und Such- und Lernprozesse zu ermöglichen. Dieser Arbeitsschwerpunkt fokussiert daher auf die Bedeutung und Gestaltungsmöglichkeiten von Kommunikations- und Kooperationsprozessen für die Nachhaltigkeitspolitik?
Laufende Forschungsprojekte:
- Prof. Heinrichs berät Umweltbundesamt zur Nachhaltigkeitspolitik
01.01.2012 - 01.01.2015 - Kooperation der Leuphana Universität Lüneburg mit dem WWF
01.04.2011 - 31.03.2014 - Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk „Nachhaltige Verwaltung“
01.01.2011 - 01.01.2015
Laufende Dissertationen
- Isabella Wedl:“Sustainability governance and transnational corporations: An analysis of global and (inter)national governance instruments affecting TNCs in Germany, USA and India” (Arbeitstitel)
- Claudia Bartels: "Konfliktpotential zwischen Tourismus und anderen Akteuren durch Implementierung von Adaptionsstrategien für den Klimawandel - am Beispiel der Küstendestination Nordsee und Bergregion Schwarzwald."
- Maren Knolle: "Wirksamkeit partizipativer Organisations- und Kommunikationsstrukturen bei der Implementierung und Einhaltung von Sozialstandards. Eine empirische Analyse rumänischer Zulieferbetriebe in der Textilindustrie." (Arbeitstitel)
- Katina Kuhn: "Talking Culture and Environment – Doing Sustainability – Untersuchung der Wechselwirkungen gesellschaftlicher Kultur- und Umweltwahrnehmungen in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit" (Arbeitstitel)
- Gesa Lüdecke: "Der anthropogene Klimawandel in den Medien. Die Rolle des Fernsehens für die Motivation einer individuellen Beteiligung an einer nachhaltigen Entwicklung."
- Milena Schuldt: "Solarenergie-Governance: Herausforderungen, Partizipations- und Kooperationsformen bei der Implementierung solarthermischer Anlagen in den mehrgeschossigen Wohnungsbaubestand"
Abgeschlossene Forschungsprojekte sind im Archiv ersichtlich.





